Praxistest:
Waschmaschine LG TWINWash
Testbericht 12. Juni 2018 Fotos: Hersteller

Wer große Wäscheberge zu bewältigen hat, wird sich über die Entwicklung von LG freuen: TWINWash. Unter der Hauptmaschine (F14WM12GT) steht zusätzlich ein Mini-Toplader (T7WM2MINI) zum Herausziehen, so dass sich zwei Wäscheladungen gleichzeitig und separat­ waschen lassen. Wir haben die Kombination, die bei LG dann F4WM12TWIN heißt,in der praktischen Anwendung­ getestet.

Der Mini-Toplader kann nicht alleinstehend arbeiten, sondern muss unter der Hauptmaschine platziert und mit dieser über einen Kontakt verbunden sein
Beide Maschinen können zugleich waschen, z.B. oben die Bettwäsche und eine Etage tiefer das Feine
Das System TWINWash hat in seiner­ Funktion und Waschleistung überzeugt­

Ausstattung und Verarbeitung

Beginnen wir mit dem Mini-Toplader, der später die Hauptmaschine schultern wird. Dafür sind stabile­ Halterungen mitgeliefert, die auf die Geräte­oberseite der Minimaschine geschraubt werden. Unser Modell mit bis zu 800 Umdrehungen pro Minute im Schleudergang erlaubt eine maximale Beladung von 2 kg Wäsche und bietet 6 Waschprogramme, darunter auch ein Programm­ speziell für die hygienische Reinigung von Babykleidung.

Die Hauptwaschmaschine hat eine Waschkapazität­ von bis zu 12 kg und bietet im Schleudergang bis zu 1400 Umdrehungen. 11 Standardwaschprogramme und 6 Zusatzoptionen für fast alle Verschmutzungsgrade und Wäschebeschaffenheiten lassen die geeignete Auswahl treffen, zumal die Programme teilweise über das Display individuell noch modifiziert werden können. Darunter findet sich auch die Funktion Steam Refresh, bei der Falten in Kleidungsstücken mit Hilfe von Dampf beseitigt werden.

Beide Maschinen können auch über die Smart ThinQ-App bequem über das Smartphone bedient werden.­ Hier stehen verschiedenen Bedien-, Einstell- und Diagnoseoptionen zur Verfügung. Beide Maschinen haben eine Kindersicherung, dabei werden die Bedien­elemente deaktiviert.

 

Aufstellen und Anschließen

Dank ausführlicher Betriebsanleitungen sind die Transportsicherungen schnell gefunden und entfernt. Beide Maschinen haben einstellbare Füße, damit der Geräteturm standsicher nivelliert werden kann. Sind die Befestigungselemente auf die Oberseite des Minitopladers geschraubt, kann die Hauptwaschmaschine mit auf der Unterseite montierter Aufbaufassung aufgesetzt werden. Das muss perfekt sitzen, denn nur dann wird der Kontaktschalter an der Minimaschine herunter gedrückt. Andernfalls läuft die Maschine nicht und es erscheint eine Fehlermeldung. Mit nur wenigen Handgriffen sind die Wasserschläuche für den Zu- und Ablauf montiert. Mit Strom versorgt starten wir bei beiden Maschinen einen Testlauf und stellen fest: alles dicht, keine auffälligen Geräusche, keine Fehlermeldungen auf den gut lesbaren Displays.

 

Bedienung

Beide Maschinen haben eine An/Aus- und eine Start/Pause Taste. Die jeweiligen Kontrollleuchten zeigen­ an, welches Programm ausgewählt wurde. Um die Waschleistung der beiden Maschinen zu testen, haben wir Baumwoll-T-Shirts mit mehreren Ketchup- und Senfflecken präpariert und diese eine Woche eintrocknen lassen. Solch intensive Flecken sind für keine Waschmaschine eine leichte Übung, und wir sind sehr gespannt. In unserem Test lassen wir beide Maschinen gleichzeitig laufen.

 

Mini-Toplader

Da die Minimaschine keine Fächer für Waschmittel und Weichspüler hat, wird beides direkt in die Trommel gegeben. Der richtiger Zeitpunkt für die Weichspüler­zugabe ist wenn eine Melodie erklingt, dann Start/Pause­ drücken, Schublade herausziehen, Tür hochklappen­ und den Weichspüler zugeben. Wurde der Zeitpunkt verpasst, kann der Waschvorgang für die Zugabe unterbrochen und dann wieder fortgesetzt werden. Wir wählen­ das Programm „Leicht verschmutzt“, da alle weiteren Programme­ noch weniger für unsere präparierten­ T-Shirts geeignet wären. Dazu muss man wissen, dass der Mini-Toplader auch nur für sanfte Waschgänge und für geringe Waschladungen ausgelegt ist; die Konfrontation mit unseren T-Shirts ist eigentlich unfair. Die Maschine läuft laut Anzeige 49 Minuten und zeigt die jeweils verbleibende Laufzeit an. Wir müssen uns zwischendurch vergewissern, ob die Maschine überhaupt arbeitet, denn sie ist kaum zu hören; selbst der Schleuder­gang ist extrem­ leise. Das Programmende­ wird durch eine Melodie verkündet. Vom Waschergebnis­ sind wir wirklich überrascht: Die Ketchup Flecken sind komplett­ verschwunden, die Senfflecken nur noch wenig zu sehen – ein so gutes Ergebnis hätten wir nicht erwartet.

 

Hauptwaschmaschine

Hier wählen wir für unsere präparierten T-Shirts das Programm Koch/Buntwäsche 40°C und – da wir nur eine halbe Ladung waschen wollen - die Option Turbo Wash. Für Waschmittel und Weichspüler ist eine entsprechende Schublade vorhanden. Der Waschzyklus dauert­ eine gute Stunde im Strom- und Wassersparmodus. Auch für die Hauptmaschine gilt: super leiser Betrieb, auch während­ des Schleuderns. Super mit Sternchen ist auch das Waschergebnis: Von unseren eingetrockneten Flecken ist nichts mehr zu sehen.

 

Steam Fresh

Die LG Hauptwaschmaschine hat als Spezialität eine Steam Refresh-Funktion zu bieten, deren Leistungsfähigkeit wir mit drei verknautschten Oberhemden testen. Der Vorgang dauert 20 Minuten und präsentiert uns anschließend die Hemden gut geglättet, leicht nebelfeucht und angenehm frisch duftend. Nach kurzer Trocknungszeit an der Luft sind die Hemden quasi wie neu und anziehfertig.

 

Sinnvolle Optionen

Die beiden Waschprofis bieten eine Reihe von hilfreichen Optionen, beispielsweise eine Kindersicherung.­ Gerade, wenn die Maschinen leicht zugänglich in der Wohnung stehen, ist das eine gute Sache. Der Mini Toplader kann unter anderem auch „Nur Schleudern“, beispielsweise um das Wasser abzulassen. Mit der Taste Spülen+ kann die Anzahl der Spülgänge von 1 bis 5 gewählt werden.

Die Hauptmaschine bietet das Dampfwaschen, das bei stark verschmutzter Kleidung zusätzlich zu den Programmen Koch/Buntwäsche, Baumwolle, Pflege­leicht, Mix, Allergy Car und Steam Refresh aufgerufen­ werden kann. Bei der Funktion „DampfWeichspüler“ wird nach dem Schleudergang Dampf aufgesprüht, um das Knittern zu verringern und die Wäsche flauschiger zu machen. „TurboWash“ verringert den Waschzyklus auf knapp eine Stunde. Die Maschine kann auch zeitverzögert gestartet werden; und zwar wird dabei die gewünschte Endzeit eingestellt. Und falls man nach Programmstart feststellt, dass Wäsche beim Beladen vergessen wurde oder ein Kleidungsstück irrtümlich mit in die Trommel geraten ist, hilft die Option „Wäsche nachlegen“­ weiter.

 

Fazit

Zur Bewältigung großer und unterschiedlicher Wäschemengen ist das LG Waschmaschinen-Duo TWINWash eine sehr gute Empfehlung. Die Maschinen können gleichzeitig oder auch allein betrieben werden. Eine Einschränkung: der Mini-Toplader kann nicht alleinstehend­ arbeiten, sondern muss unter der Hauptmaschine stehen­ und mit dieser connected sein. Beide Maschinen sind extrem leise im Betrieb – auch im Schleudergang. Die Waschergebnisse sind 1A – und hier haben wir den Maschinen Testwäsche mit wirklich hartnäckigen Flecken zugemutet.

 

 

Test-Redakteur: Vera Sattler