Staubsaugen in Farbe:
Der Klamer Akku-Staubsauger 460 im Praxistest
Testredakteurin: Sarina Stützer, 28. Juli 2026, Fotos: Hersteller, Technikzuhause

Die größten Vorteile von Akku-Staubsaugern sind das fehlende Kabelgewirr, keine schlecht riechenden Staubsaugerbeutel kein schweres Bodengerät, welches hinterhergezogen werden muss. Diese Vorteile bringt der neue Klamer 460 ebenfalls mit und darf bei uns im Test nun auch zeigen, was er kann. Gut aussehen tut er in der Ausführung „Orange“ schon mal.

Praktisch, günstig & gut

Die schlanke Form und das geringe Gewicht vom Akkusauger 460 ist im Alltag extrem praktisch (Bild: Klamer)

Wer das edle Weiß, das ruhige Schwarz, das neutrale Beige und überhaupt gedeckte Farben nicht mehr sehen mag, für den bietet der Klamer Akkustaubsauger 460 schon den ersten Pluspunkt. Puristen erhalten ihn auch in Weiß, aber wir sind mit unserem Testexemplar mit dem orangenen Rohr schon mal optisch sehr zufrieden.
Klamer bezeichnet sich selbst als „deutsches, gründergeführtes Unternehmen“ mit Sitz im Herzen von Berlin und dem selbst erklärten Ziel, das Zuhause zu einem Wohlfühlort zu machen. Besonderen Wert legt das Unternehmen auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis seiner Produkte sowie echten Kundenservice. Zunächst schauen wir uns den Lieferumfang an. 

Lieferumfang

Der Klamer 460 bringt alles mit, was man im Alltag braucht (Bild: Klamer)

Im Karton liegen die Motoreinheit, der Akku mit Ladekabel, der Staubbehälter, das farbige Saugrohr, eine motorisierte Bodendüse, eine Polsterdüse, eine Fugendüse, eine Reinigungsbürste und eine Wandhalterung. Wir fahren das Saugrohr auf die für uns optimale Länge aus, montieren die motorisierte Bodendüse und Motor, Staubbehälter und Akku zu einem vollständigen Akkustaubsauger. Erfreut nehmen wir zur Kenntnis, dass die Filtereinheit auch einen Hepa-Filter enthält, der unangenehme Dinge Pollen, Viren oder Milben aus der eingesaugten Luft filtert und diese nicht wieder ausbläst.

Den Powerknopf finden wir versehentlich beim Hochheben am Griff des Klamer 460, denn genau da, am Griff, ist er platziert und der Staubsauger startet. Man gewöhnt sich recht schnell daran, den Staubsauger nur am Griff unterhalb des Powerknopfs zu halten, um diesen nicht unabsichtlich zu betätigen. Allerdings könnte dies für breitere Hände als die der Redakteurin eng werden. 

Der Griff könnten für kräftigere Hände etwas schmal sein. Mit 1,4 Kilogramm liegt die Einheit aus Motor, Akku und Staubbehälter trotzdem gut in der Hand (Bild: TechnikzuHause)
Mit der +/- Taste schaltet man die Saugstärke um (Bild: TechnikzuHause)
An der Bodendüse befinden sich praktische LEDs, die den Staub vor der Düse sichtbar machen, damit kein Körnchen entkommen kann (Bild: TechnikzuHause)

Unser erster Weg geht wieder zur Schmutzfangmatte, die wir mit der Stufe normal reinigen. Das Ergebnis ist einwandfrei. Da der Akku aus Sicherheitsgründen nur mit wenig Ladung ausgeliefert wird und nur noch eine LED leuchtet, kommt er nun erst mal zum Aufladen ans Netz. Die Akku- und Saugstufenanzeige des Klamer 460 besteht aus drei Leuchtdioden. Blau steht für den Eco-Modus, Lila für normal und Rot für maximale Saugkraft. In der höchsten Stufe wird der Motor etwas lauter, bleibt aber immer im gut erträglichen Bereich. Beim Einschalten startet der Akkusauger immer in der Stufe normal (Lila); möchte man die Stufe ändern, schaltet man mit der +/- Taste von Lila nach Rot nach Blau. Diese Dioden zeigen auch die Akkuladung an: Bei vollem Akku leuchten alle drei, leuchtet nur noch eine, wird es laut Bedienungsanleitung Zeit für das Ladegerät.

Der Staub verteilt sich etwas ungleich im Behälter (Bild: TechnikzuHause)

Bei uns leuchten nach zwei Stunden am Stromnetz alle drei LEDs wieder durchgehend, und der Sauger darf wieder an die Arbeit. Die motorisierte Bodendüse beseitigt Staub und Hundehaare ohne Beanstandung. Gut gefällt uns das Sichtfenster, das uns erlaubt, die Bürste im Blick zu behalten, um mögliche Verhedderungen schnell erkennen und beseitigen zu können. 

Beim Saugen behalten wir ebenfalls den Staubbehälter aus klarem Kunststoff im Auge, um den maximalen Füllstand nicht zu verpassen. Dabei fällt uns auf, dass der Staub sich vor allem an der Vorderseite sammelt, während der Rest frei bleibt. Hier ist dann der Maximalfüllstand schnell erreicht und die Saugkraft lässt nach. Um den Staub abzulassen, muss zunächst eine Verriegelung gelöst werden, sodass der Behälter ein wenig abspringt; erst dann lässt sich die Bodenklappe öffnen – so ist sichergestellt, dass man die Klappe nicht versehentlich öffnen kann. Beides machen wir direkt über dem Mülleimer, denn beim Lösen der Verriegelung springt die Bodenklappe bereits ein, zwei Millimeter auf. Der Staub fällt nicht von allein komplett heraus, was vor allem an einem Kunststoffring um den Grobfilter herum liegt. Hier muss man manuell nachhelfen. 

Umbau zum Handsauger

Die Polsterdüse erreicht problemlos auch die Sofaritzen (Bild: TechnikzuHause)

Nächste Station ist das Sofa, bei dem wir zur (nicht motorisierten) Polsterdüse wechseln. Diese haben wir direkt, ohne das Saugrohr, an die Motoreinheit angeschlossen und haben somit einen flexiblen Handsauger erhalten. Der Wechsel der Düsen geht leicht und intuitiv vonstatten, da sie nur in einer Position angesteckt werden können.

Die Polsterdüse ist so flach, dass sie Krümel und Haare aus den Ritzen der Sofakissen saugen kann, ohne dass man dafür zur Fugendüse wechseln muss. Und auch mit der motorisierten Bodendüse und dem Saugrohr ist der Klamer sehr wendig und flach, allerdings mit ein bisschen gewöhnungsbedürftiger Technik bei der horizontalen Schwenkbarkeit der Düse.

Teppiche, Parkett und Fliesen

Schmutz von Hartböden und Teppichen saugt der Klamer 460 problemlos auf (Bild: Klamer)

Das sollte der gründlichen Bodenreinigung jedoch nicht im Weg stehen. Ihr großer Vorteil ist, dass sie sowohl Teppich als auch Hartböden saugt, man also nicht Düsen wechseln oder umschalten muss. Bei empfindlichem Parkett oder Hochflor sollte man natürlich sicherstellen, dass die Düse für den Belag geeignet ist. „Normale“ Böden sind jedoch kein Problem. Wir saugen durchgehend auf der Stufe normal (Lila) und unterbrechen unseren Test nach eineinhalb Stunden bei zwei leuchtenden LEDs Akkustand, um den Staubbehälter zu entleeren. Beim Wiederanschalten leuchtet nur noch eine Diode, also heißt es Akku aufladen. Um längere Unterbrechungen zu vermeiden, bietet es sich an, gleich einen zweiten Akku anzuschaffen. Dabei lohnt es sich, genau auf die Angebote zu achten. Häufig wird der Klamer 460 gleich mit zwei Akkus verkauft und ist dann günstiger, als wenn man den Zusatzakku einzeln erwirbt.

Fazit

Der Klamer Akku-Staubsauger 460 ist ein praktischer Akkusauger, der sogar etwas Farbe in den grauen Haushaltsalltag bringen kann – wer es weniger bunt mag, bekommt ihn auch in Weiß. Er saugt mit seiner motorisierten Düse alle Böden ohne Düsenwechsel und leuchtet die Saugfläche vor sich mit seinen LEDs aus, was eine große Hilfe beim Beseitigen auch des letzten Staubkrümels ist. Der Hepa-Filter sorgt dafür, dass Milben oder Pollen vom Sauger nicht wieder ausgeblasen werden. Die Geräuschentwicklung ist beim normalen Saugen angenehm. Empfehlenswert ist es, ein Paket mit Zweitakku zu kaufen. Das ist meist günstiger als das Gerät und den zusätzlichen Akku einzeln zu kaufen, was das gute Preis-Leistungs-Verhältnis zusätzlich verbessert.