Gibt es etwas Schöneres, als bei guter Luft tief durchzuatmen? Wohl kaum. Denn Atmen ist ein Grundbedürfnis. Zwischen 12- und 20-mal atmet ein Mensch im Schnitt pro Minute, um den Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff zu versorgen. Was für eine Last, wenn Pollen-, Hausstaub-, Milben- oder Tierhaarallergiker bei jedem Atemzug befürchten müssen, dass ihre Empfindlichkeit getriggert wird und es zu lästigen Reaktionen kommt. Wie gut tut da ein Raum, in dem die Luft komplett rein ist. Dafür sind moderne Luftreiniger wie der 600i von Klamer sinnvolle Helfer.
Gut gegen dicke Luft:KLAMER Luftreiniger 600i im Test Testredakteurin: Carolin Nevermann, 14. Juli 2026, Fotos: Hersteller, Technikzuhause
Fein gefiltert
Luftreiniger erfreuen sich spätestens seit der Corona-Pandemie großer Beliebtheit. Allerdings hängt die Wirksamkeit dabei von der HEPA-Filter-Klasse ab. Aktuell bieten die Klassifizierungen 13 und 14 den besten Schutz. Klar, ist regelmäßiges Lüften das A und O für saubere Luft. Doch Pollen- oder Staub-Allergiker öffnen damit ihren kleinen Feinden im wahrsten Sinne des Wortes Tür und Tor. Auch wer an einer stark befahrenen Straße wohnt, hält die Fenster lieber geschlossen. Und Lüften, wenn es bei Trockenheit sehr staubt oder im Winter sehr kalt ist, macht auch nicht wirklich Sinn. Hier kann ein Luftreiniger, dessen Filter regelmäßig ausgetauscht wird, eine gute Hilfe sein. Er holt übrigens nicht nur Staub, Pollen und Allergene aus der Luft, sondern macht auch Schadstoffen, wie etwa Formaldehyd oder Toluol den Garaus.
Wer die Wahl hat …
Seit Corona gibt es jede Menge Luftreiniger: groß, klein, schmal oder breit. Da hat der Kunde die Qual der Wahl. Bewährt haben sich Luftreiniger mit HEPA-Filter. Für den Hausgebrauch ist ein Filter der Klassifizierung 13 heute Standard. Er muss laut Norm mindestens 99,95 Prozent der Partikel mit einer Größe von 0,3 Mikrometern aus der Luft filtern. Vor dem Kauf überlegen, wie groß die Fläche ist, die gereinigt werden soll. Außerdem bitte auch dem CADR-Wert Beachtung schenken. Er kennzeichnet die Leistung des Geräts und gibt an, wie viele Kubikmeter pro Stunde gereinigt werden können. Je höher der CADR-Wert, desto schneller wird die Luft gereinigt.
Schon beim Kauf auch an die Zukunft denken: HEPA-Filter müssen regelmäßig gewechselt werden und es gibt bei den Ersatzfiltern große Preisunterschiede. Also unbedingt recherchieren, was der Ersatz kostet, sonst kann es ein böses Erwachen geben!
Klamer Luftreiniger 600i - chic und gründlich
Klamer, ein deutsches gründergeführtes Unternehmen aus Berlin, ist bekannt dafür, hochwertige Produkte zu fairen Preisen zu verkaufen. Dabei ist man der Meinung, dass die Kunden weder auf Funktionalität noch auf Design verzichten müssen. Dafür ist der Luftreiniger 600i ein gutes Beispiel. Das formschöne Gerät gibt es in Silber und in Weiß. Es hat einen 3-in-1 Filter mit feinem H13-Filter, der bis zu 99,9 % aller Partikel ab 0,3 µm auffängt, Pollen und Allergene aus der Luft holt. Dazu kommt ein Aktivkohlefilter plus Ionisierung – was Tierhaare bindet und Gerüche neutralisiert, damit die Luft nicht nur sauber ist, sondern das Zuhause auch wieder frisch riecht. Sinnvoll: Ein Infrarotsensor erfasst die Verschmutzung der Luft in Echtzeit. Ein LED-Farbring informiert dabei auf einen Blick über die aktuelle Luftqualität: Blau = gut, Orange = normal, Rot = schlecht. Dazu punktet der Luftreiniger 600i mit seinen vielseitigen Betriebsmodi: Es gibt einen für die Schlafenszeit, eine Automatik und verschiedene Lüfterstufen. Dazu kommen verschiedene Timer-Funktionen, sodass sich das Gerät dem Alltag flexibel anpassen kann. Wem die Luft jetzt noch nicht sauber genug ist, kein Problem: Zusätzliche UV- und Negativ-Ionen-Optionen unterstützen die Reinigung der Raumluft. Dazu lässt sich der Luftreiniger über ein übersichtliches Touchpanel vor Ort steuern oder auch über eine App aus der Ferne. Hört sich alles gut an? Das probieren wir aus!
Einatmen und Wohlfühlen
Wenn es wirklich stimmt, dass der erste Eindruck entscheidend ist, dann hat der Klamer Luftreiniger 600i gute Karten, denn schon optisch macht er einen eleganten Eindruck. Mit seinen knapp drei Kilogramm Gewicht lässt er sich leicht aus der Verpackung heben und im Zimmer platzieren. Klamer empfiehlt, ihn mit rundum 20 cm Abstand aufzustellen, nach oben sollen es 30, nach vorn 10 cm sein. Kein Problem, so einen Platz findet jeder in einem Zimmer. Doch zuerst wird das Gerät unten aufgeschraubt (geht einfach), der Filter herausgenommen, von der Folie befreit und wieder eingesetzt. Boden anschrauben und es kann losgehen. Ich schließe den 600i am Strom an und drücke auf die Ein-/Aus-Taste. Mit einem fröhlichen Tonsignal beginnt er seine Arbeit, saugt mit höchster Stufe die Luft ein und zeigt die Luftqualität mit rotem Licht an. Hui, das bedeutet: schlechte Luft. Na, da kommt der 600i ja gerade recht! Ich drücke auf die Windstufentaste, bis ein kleines „A“ unter der Luftqualitätsanzeige in der Mitte des Bedienpults erscheint. Damit prüft das Gerät selbstständig den Staubgehalt in der Luft und entscheidet dann selbst, wie stark die Luft eingesogen werden soll.
Als nächstes installiere ich die App. Dafür den QR-Code in der guten Anleitung scannen, die „Smart Life App“ herunterladen und öffnen. Das WLAN-Kennwort bereitlegen, dann am Gerät circa fünf Sekunden die Lichttaste drücken, bis ein Signal ertönt und das WLAN-Symbol schnell blinkt. In der „Smart Life App“ aufs „+“-Zeichen drücken, den Luftreiniger hinzufügen, um ihn zu verbinden. Dann das WLAN-Netz auswählen und das Kennwort eingeben. Ist das Gerät hinzugefügt, auf „Fertigstellen“ gehen – und, voilà – der Luftreiniger kann per Smartphone bedient werden. Das funktioniert absolut problemlos und selbsterklärend: Auf der Hauptansicht wird die gemessene Luftqualität groß angezeigt, darunter findet man enorm klein geschriebene Angaben zur Luftqualität, die leider nicht schlüssig erklärt sind, für mich aber auch verzichtbar waren. Wichtig ist die untere Leiste, mit den Symbolen, die ich schon vom Display am Gerät kenne: Ein-/Aus-Taste, Speed für die Lüftergeschwindigkeit, Anionen für die Ionisator-Funktion und Einstellungen. Hier kann man unter anderem die Beleuchtung anpassen, die UV-Desinfektion zuschalten oder einen Timer programmieren.
Der Praxistest
Ich starte den Klamer 600i im Automatikprogramm und teste vorher die Luft: Der Feinstaubwert von 49 (siehe Bild oben) gilt zwar als gut, aber ich finde das schon ganz schön hoch. Nun bin ich gespannt, wie lange das Gerät benötigt, um 50 Quadratmeter zu reinigen. Ich starte um 12.48 Uhr. Erster Check um 13.16 Uhr: Der Feinstaubwert liegt bei 16, zweiter Check um 13.50: Der Innenbereich hat lt. Messgerät eine super Qualität – der Feinstaub ist eliminiert. Und das kann ich bestätigen. Durch den sommerlichen Luftdruck roch es vorher im ganzen Raum nach kaltem Ofenrauch – weg, das Husten des Hausstaub-Allergikers – weg, und auch ich als Pollenallergikerin bin im Zimmer beschwerdefrei. Erfolg auf ganzer Linie! Im Laufe der Tage pendelt sich die Luftqualität bei ungefähr 10 ein, mit kleinen Ausreißern: Man merkt immer, wenn ein LKW über die staubige Straße fährt, die Tür nach draußen geöffnet wird oder Kochdünste aus der Küche ins Wohnzimmer ziehen. Dann steigt der Feinstaubwert und die Automatik schaltet einen Gang höher.
Fehlt noch der ultimative Geruchstest: nasser Hund. Eher zwei nasse Hunde. Das stinkt ganz ordentlich. Für diesen Fall aktiviere ich noch den Ionisator. Er erzeugt negativ geladene Ionen, die Schadstoffe und Partikel binden und zu Boden sinken lassen. Die Wirkung überzeugt auch hier. Der muffige Geruch ist ruckzuck verschwunden. Was mir besonders gut gefällt: Im Normalfall hört man den Klamer 600i nicht, nur bei hoher Belastung, wenn die Luft stark angesaugt wird, rauscht er leicht. Zur Nacht wird der Schlafmodus eingeschaltet, damit das Gerät nicht stört. Trotzdem ist die Luft am Morgen so klar, wie auf einem Berggipfel!
Fazit
Der Luftreiniger 600i macht einen Super-Job. Er reinigt die Luft, entfernt Schadstoffe, beseitigt unangenehme Gerüche und ist auch perfekt für Allergiker geeignet. Mal sehen, wie er sich in der Erkältungszeit schlägt. Aber ich vertraue ihm voll. Auch wichtig: Der Ersatz-Filter ist mit einem UVP von 39,99 Euro erfreulich günstig.
Klamer Luftreiniger 600i
Herstellerangaben:
- CADR (Reinluft-Lieferrate) 450 m³/h
- Für Räume bis 55 m²
- 40 dB im Nachtmodus bis 52 dB unter Volllast
- 3-in-1 Filter aus Vorfilter, Aktivkohlefilter und HEPA H13 Filter
- Bis zu 99,9% aller Partikel ab 0,3 µm
- 3 Modi inkl. Automatikmodus und Nachtmodus
- 3 Leistungsstufen
- Timer 2, 4 oder 8 Stunden
- Infrarot-Sensor, Laser Sensor
- weist Verschmutzungen von 0 bis 1000 ?g/m³ nach
- UV-Licht, Ionisierungsfunktion
- 360° Luftzirkulation
- Farbanzeige der Raumsauberkeit
- Display mit dimmbarem LED-Touchscreen
- Smart Home: Steuerung per Smart Life App
- Leistung: 45 W
- Netzspannung 220-240 V / 50-60 Hz
- Gewicht: 2,8 kg
- Abmessungen: 51 x 27 cm
- Preis: 229,99 Euro (UVP)
Vorteile
- reinigt die Luft schnell und gründlich
- einfache Bedienung am Gerät
- unkomplizierte Einrichtung per App
- unterschiedliche Programme
- Farbanzeige der Raumluft-Qualität
- Ersatzfilter günstig
Internet-Seite des Herstellers: