Wer kennt das nicht? Nach einem langen Arbeitstag sind die Augen müde, am liebsten hätte man jetzt eine Wellness-Kur samt Massage für die Augenpartie. Kein Problem: Medisana verspricht mit dem EM 150 spür- und sichtbare Entspannung mit Massage, Wärme und Musik. Wir haben das Augenmassagegerät EM 150 ausführlich getestet!
Wellness für die Augen:Medisana Augenmassagegerät EM 150 im Test Testredakteurin: Carolin Nevermann, 2. Juli 2026, Fotos: Hersteller, Technikzuhause
Na, mal wieder zu lange am Rechner gesessen oder aufs Handy gestarrt? Und jetzt sind die Augen müde, tun weh, sind trocken und die ganze Partie rundum ist angespannt? Dann leiden Sie unter dem sogenannten Computer Vision Syndrom (CVS). Das ist der Fachausdruck für digitalen Augenstress. Den bekommt man, weil der Mensch dazu tendiert, beim Blick auf den Bildschirm weniger zu blinzeln. Dadurch sind die Augen nicht optimal mit Tränenflüssigkeit versorgt, sie fangen an zu brennen und tun weh. Dadurch verspannt sich dann die ganze Augenpartie, im schlimmsten Fall kommt es zu Kopfschmerzen. Deshalb plädieren Augenärzte auch für kleine Pausen zwischendurch. Es reicht schon, alle Viertelstunde die Augen für eine kurze Zeit zu schließen. Doch, mal ganz ehrlich: Wer denkt da schon immer dran? Deshalb gibt es von Medisana jetzt ein Augenmassagegerät, das die Muskelentspannung fördern soll, um CVS und Kopfschmerzen zu lindern, Schwellungen zu bekämpfen und – dank einer Wärmefunktion – die Blutzirkulation zu verbessern. Das Ergebnis: Das Augenmassagegerät EM 150 soll müde und trockene Augen revitalisieren. Hält das Gerät, was es verspricht? Wir haben es getestet.
Massier’ mir meine Augen, Kleines
Ein Augenmassagegerät, hmm, braucht man das? Ich öffne den Karton und hole eine Brille raus, die stark an eine VR-Brille erinnert. Sie ist gut verarbeitet und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Ich setze sie mir auf die Nase und bin überrascht, wie weich und angenehm sie sich trägt. Aber bevor es losgeht, muss das gute Stück aufgeladen werden. Also, Brille zusammenfalten, weil in der Mitte die USB-C-Ladebuchse sitzt, Kabel einstecken und auf der anderen Seite mit dem Computer oder einem passenden Stecker verbinden und rund zweieinhalb Stunden warten. Beim Laden blinkt die LED-Anzeige am Einschaltknopf wie. Brennt sie durchgehend, ist das Gerät einsatzbereit. Da ich in der Zwischenzeit am Rechner gearbeitet habe, können meine Augen ein wenig Erholung gebrauchen. Ich lege mich gemütlich aufs Sofa, setze die Maske auf und aktiviere den Einschaltknopf durch einfaches Fingerauflegen. Eine fröhliche Frauenstimme begrüßt mich mit: „Welcome, your Eye-Massager is ready, please select mode.“ Nach der freundlichen Aufforderung zählt sie auf, was das Gerät zu bieten hat: „Soft“, ein sanfter Massagemodus mit Luftkompression, Wärme und Musik. „Wake Up“, eine Variante für den Morgen zum Aufwachen, die mit Kompression, Wärme, Vibration und Musik arbeitet. „Strong“ ist ein Programm mit Kompression und Wärme (ohne Musik). „Rest“ fordert zum Ruhen auf und verwöhnt nur mit Wärme und Musik.
Die fünfte Einstellung „Relax“ entspannt mit Kompression und Musik. Wechseln kann man den Modus mit einem kurzen Druck auf die Funktionstaste. Ich entscheide mich für „soft“ und warte ab, was passiert. Ich höre ein leichtes Brummen vom Kompressor und merke, wie sich ein Polster an den Schläfen aufpumpt und ein leichter Druck entsteht, der dann langsam Richtung Nase wandert. Das ist ungewohnt, aber angenehm. Dazu erwärmt sich die Brille leicht. Eine Funktion, die man nicht abstellen kann. Genauso wie die etwas dudelige Musik, welche die Kompressorgeräusche nicht übertönt und nach einigen Minuten leider etwas nervt.
Allerdings kann man das Gerät austricksen, indem man es per Bluetooth mit dem Handy verbindet und entweder die persönlich Lieblings-Entspannungsmusik spielt oder es einfach nichts abspielt. Ich finde das Brummen des Kompressors jedoch ganz angenehm und einschläfernd, also keine Musik für mich. Nach einer Viertelstunde verabschiedet sich die nette Frauenstimme mit warmen Worten und ich bin gespannt, ob man etwas sieht.
Was soll ich sagen? Ja, man sieht etwas: Die Augenpartie wirkt deutlich entspannter, sieht frischer aus (das sagen auch meine Kollegen) und die Augen brennen nicht mehr so. Mission erfüllt!
Augenschmaus
Am nächsten Morgen folgt der nächste Test mit dem „Wake Up“-Programm. Mal sehen, ob das Gerät die Augen etwas abschwellen lässt und die Müdigkeit vertreibt. Diesmal verbinde ich die Brille sofort mit meinem Handy und lasse meine Morgen-Playlist spielen. Die Massage ist ähnlich wie beim „Relax“-Programm mit der Kompression, die von außen nach innen über das Auge geht und der Erwärmung. Dazu kommen jetzt noch Vibrations-Einheiten, die sehr angenehm sind. Auch hier kann sich das Ergebnis sehen lassen. Ich bilde mir ein, dass meine Augen nicht mehr so dick sind und irgendwie wacher sind. Am Abend teste ich dann den „Rest“-Modus, bei dem ich Musik höre und die Brille sich einfach nur erwärmt. Das ist so entspannend, dass ich kurz weg nicke. Wie alle Programme dauert auch dieses 15 Minuten lang – genau richtig für eine kleine Auszeit. Als nächstes traue ich mich an die „Strong“-Einstellung. Bei der geht es zur Sache: Die Augen werden erwärmt und ganz schön stark durchgeknetet. Das ist nicht wirklich angenehm, aber das Ergebnis zählt. Und das ist gut. Die Augenpartie ist nach einem langen Tag am Rechner völlig entspannt. Das wird zu meiner Erste-Hilfe-Waffe, wenn es ganz arg kommt. Kein Wunder, dass die Brille mit „digitalem Detox“ beworben wird. Angenehmer ist die „Relax“-Einstellung. Dabei massiert die Brille mit Kompression und Musik. Die Brille verbindet sich sofort mit meinem Telefon per Bluetooth und ich nehme wieder meine Playlist. Diese Einstellung ist noch entspannender, als „Rest“ und ich habe danach wirklich das Gefühl, total relaxt zu sein.
Fazit
Braucht man die Augenmassagebrille? Sie ist nicht überlebenswichtig, aber es ist schön, sie zu haben, denn sie ermöglicht im Alltag kleine, sehr angenehme Auszeiten und sorgt für spürbare und sichtbar positive Veränderung der Augenpartie. Kleiner Wehmutstropfen für Lärmempfindliche: Es wäre klasse, wenn sie etwas leiser wäre. Aber man gewöhnt sich an das Brummen.
Medisana EM 150
Herstellerangaben:
- Augenmassagegerät
- 5 verschiedene Massageprogramme
- Mit integrierter Musik zur Entspannung
- Bluetooth-Funktion für individuelle Klangeinstellungen
- Bequeme Trageerfahrung mit ergonomischer Form und weichem PU-Leder-Material
- Riemenlänge flexibel einstellbar
- Bequeme Nutzung dank Akku
- Größe: 21 x 10 x 4 cm
- Gewicht: ca. 0,3 kg
- Stromversorgung: 3,7 V 1100 mAh Lithium-Ionen-Akku
- Kabellänge: ca. 50 cm
- Preis (UVP): 69,95
Vorteile
- mobile Nutzung dank Akkubetrieb
- sitzt weich und angenehm
- Bluetooth-Funktion für Musik
- Programme für jedes Bedürfnis
- hochwertig verarbeitet
Nachteile
- Brummen des Gerätes kann störend wirken
Internet-Seite des Herstellers: