Nuki Smart Lock Ultra im Test: Türschließsystem mit Smartphone-Steuerung
Testredakteur: Philip Schäfer, 16. Juni 2026, Fotos: Hersteller, Technikzuhause

Mit dem Smart Lock Ultra bringt Nuki die fünfte Generation seines digitalen Schlüsselsystems auf den Markt. Das österreichische Unternehmen verspricht mehr Tempo, kompaktere Bauweise und einfache Installation. Erfahren Sie hier, welche Vorteile der smarte Türzugang mit App-Steuerung bietet.

Nuki Home Set Ultra

Das Nuki Home Set Ultra besteht aus einem Türknauf, Schließzylinder und Tastenfeld (Foto: Technik zu Hause)

TechnikzuHause hat das neue Schließsystem von Nuki in der sogenannten „Home Set Ultra“-Variante getestet. Diese beinhaltet einen Türknauf mit Motor und Akku, einen Sicherheits-Schließzylinder und ein Tastenfeld mit Fingersensor. Ein Zubehörpaket mit Installationsmaterial, Magnet-Ladekabel und drei Schlüsseln ist dabei. Kosten zum Testzeitpunkt: 429 Euro (Das Set ohne Tastenfeld ist für 329 Euro erhältlich). Die Besonderheit: Das Nuki Home Set Ultra bietet Zugang per Smartphone-App, Präsenzerfassung, Tastenfeld, Fingersensor und Schlüssel. Lesen Sie hier, welchen praktischen Nutzen das Nuki-Set in der Praxis bietet und ob es sich im Alltag bewährt.

Smarte Anwendung

Der Schließzylinder kann an die Türdicke angepasst werden. Damit bietet er einen flächenbündigen und somit sicheren Abschluss mit dem Außenschild (Foto: Technik zu Hause)

Zu den wichtigsten Funktionen des Nuki Smart Lock Ultras zählt die Steuerung per App. Wahlweise auf Android- und iOS-Mobilgeräten. Hier können bis zu 200 individuelle Zutrittsberechtigungen vergeben werden. Das Smart Lock lässt sich über den Matter-Standard in Smarthome-Plattformen wie Apple Home, Google Home oder Alexa integrieren. Zudem unterstützt es praktische Sonderfunktionen wie Auto-Unlock bei Näherung, Nachtmodus und frei definierbare Zeitpläne. Es kann also ganz genau bestimmt werden, wie sich das Schloss zu welcher Zeit bei welchem Anwender wie verhalten soll. Ein integriertes WLAN-Modul sorgt dabei für den Zugang aus der Ferne, auch außerhalb der Bluetooth-Reichweite.

In der Praxis

Der Zylinder wird über mehrere, austauschbare Fragmente auf die gewünschte Länge gebracht. Das passende Werkzeug dazu liegt bei (Foto: Technik zu Hause)

Das Gehäuse des Smart Lock Ultras ist hochwertig verarbeitet und sieht richtig schick aus. Um sich der Wohnraumoptik anzupassen, kann der silberfarbene Edelstahlknauf wahlweise mit einem schwarzen oder weißen Abdeckring bestückt werden. In der Mitte ist ein LED-Ring eingelassen, der den aktuellen Betriebs- oder Ladestatus anzeigt. Für die Stromversorgung ist ein Lithium-Polymer-Akku eingebaut, der mehrere Monate hält. Geladen wird er über ein zwei Meter langes USB-Kabel mit Magnetbuchse. Diese wird am Smart Lock angeheftet und lädt den Akku direkt an der Tür. Ein klassisches USB-Netzteil oder eine typische Powerbank genügen, müssen allerdings optional vorgehalten werden.

Installation im Handumdrehen

Der smarte Türknauf beherbergt die Schließmechanik samt Motor und sitzt innen auf der Tür (Foto: Technik zu Hause)

In unserem Test dauerte die komplette Montage knapp 20 Minuten. Der Ablauf ist einfach. Zunächst wird die Nuki-App auf dem Smartphone installiert. Das Programm führt Schritt für Schritt durch die Inbetriebnahme, inklusive einer visualisierten, animierten Anleitung. Dabei wird der vorhandene Schließzylinder durch den mitgelieferten Sicherheitszylinder ersetzt. Damit der Nuki-Zylinder zur Türdicke passt, muss dieser zuvor in der Länge angepasst werden. Dazu liegen das passende Werkzeug samt Messkarte bei. Danach schiebt man den Schließzylinder in die Tür, fixiert ihn und steckt den Smart-Lock-Knauf von innen auf die Adapterplatte. Fertig ist der mechanische Einbau. Feineinstellungen können anschließend in der Nuki-App getätigt werden.

Test und Erfahrung

Im Alltag punktet das Smart Lock Ultra mit fehlerfreier Funktion. Die Steuerung über die App gelingt schnell und zuverlässig. Besonders der neue, bürstenlose Motor gefällt. Drei Arbeitsmodi stehen zur Wahl: „Insane“ sorgt für maximale Geschwindigkeit beim Ver- und Entriegeln. „Standard“ bietet einen Kompromiss aus Tempo und Lautstärke, während „Gentle“ auf einen leisen Betrieb ausgelegt ist. Richtig gut gefällt uns die Auto-Unlock-Funktion. Sobald man sich der Tür nähert, erkennt das System das Smartphone und entriegelt automatisch. Auch die Vergabe von Zugängen ist praktisch. Für Gäste, Familie oder Dienstleister lassen sich individuelle Berechtigungen erstellen. Zeitfenster und Einschränkungen sind in der App frei definierbar. Die Integration in bestehende Smart-Home-Umgebungen klappt über das integrierte WLAN-Modul problemlos. Damit sind Szenarien wie zum Beispiel "Tür öffnen und gleichzeitig Licht einschalten" oder die Statusabfrage per Sprachbefehl möglich. Über das Keypad 2 gelingt der Zugang auch mit Handschuhen problemlos. Einfach den Code eintippen, fertig. Alternativ erfolgt der Zugang mit Fingerabdruck über eine kleine Sensorfläche unter dem Tastaturfeld.

Jedes Smartlock kann über die App individuell benannt werden (Screenshot: Technik zu Hause)
In der App werden die Einstellungen getätigt, um das Smartlock an die baulichen Gegebenheiten anzupassen (Screenshot: Technik zu Hause)
Während der Installation hilft eine anschaulich visualisierte Anleitung beim Anpassen und Einrichten der Technik (Screenshot: Technik zu Hause)

Fazit

Das Smart Lock Ultra von Nuki punktet im TechnikzuHause-Test auf ganzer Linie. Das innovative Türschloss überzeugt mit unkomplizierter Installation, hochwertiger Technik und einfacher Bedienung. Und das wahlweise per Smartphone, Schlüssel, Tastenfeld oder Fingersensor. So bietet es vielseitige Zugangsmöglichkeiten und maximalen Komfort für Familien, Firmen oder Vermieter.