ECOVACS WINBOT W3 OMNI im Test:
So putzt man heute Fenster
Test: Thomas Johannsen, 27.2.2026, Bilder: ECOVACS & TechnikzuHause

Ob Rasenmähen und -Bewässern oder Staubsaugen im Haus, die automatischen Helferlein sind kaum mehr wegzudenken. Nur zum Wischen des Bodens oder zum Fensterputzen muss man zumindest gelegentlich eingreifen, was den Komfortgewinn jedoch keinesfalls schmälert. Mit dem WINBOT W3 OMNI hat ECOVACS seine Fensterputzroboter nun ein Stück intelligenter und autarker gemacht, damit das Fensterputzen (lassen) noch komfortabler wird.

Flexibel durch Akkubetrieb

Station und Roboter vor den Einsatz, in der Station das Bullauge zur Reinigung des Wischpads (Bild: ECOVACS)

Anders als Mäh- oder Saugroboter kann ein Roboter zum Fensterputzen nicht vollkommen autark arbeiten. Man kann ihn schlecht vom Arbeitsplatz aus starten, außerdem soll er nach jedem Einsatz von der Scheibe genommen und eventuell umgesetzt werden. Dass man dennoch den Hausknecht Putzen lassen kann, um in der Zeit etwas anderes zu erledigen, macht die Sache nicht weniger komfortabel. Hinzukommt, dass Geräte wie der WINBOT W3 OMNI sich durchaus bis zu 30 Minuten an der Oberfläche haten können, sodass man nicht direkt springen muss, wenn der aktuelle, Arbeitsgang abgeschlossen ist. Die halbe Stunde wird übrigens beim reinen Akkubetrieb garantiert, ist die Station, und damit natürlich auch der Roboter selbst an einer Steckdose angeschlossen, hält er sich solange wie nötig an der Scheibe fest. Die im Prospekt extra hervorgehobene "12-Tier Safety Protection" dient übrigens nicht etwa dazu, Haus- und andere Tiere davor zu bewahren, beispielsweise vom Roboter überrollt zu werden. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen Industriestandard, der ins Batteriemanagement (BMS) des entsprechenden Gerätes implementiert ist, um den Akku vor Überladung, Tiefenentladung, Überhitzung und anderem Ungemach zu schützen. Dadurch wird verhindert, dass weder überhitzt wird, noch seine Lebensdauer frühzeitig beendet ist.

Im Nu Einsatzbereit

Kommen wir nun aber zum eigentlichen Test: Geliefert wird der WINBOT W3 OMNI inklusive einer Flasche mit 230 Millilitern Reinigungsflüssigkeit, mit der man den Roboter knapp dreimal befüllen kann. Außerdem liegt ein zweites Reinigungspad zum Ersatz bei. Anders als beim W2S OMNI werden die Pads nicht mehr einfach per Klettverschluss an der Unterseite des Roboters befestigt, sondern zusammen mit dem Rahmen, auf dem sie jetzt fest angebracht sind, eingeklickt. Das hat seinen Grund darin, dass die kompletten Pads nicht mehr ausgewrungen werden, sondern nunmehr zum Reinigen in die Station eigesetzt werden. Um genau diesen Arbeitsschritt zu vereinfachen hat ECOVACS den Rahmen integriert.

Zum Lieferumfang gehört neben dem Akku, der hier schon eingebaut ist, auch eine Flache mit Reinigungsflüssigkeit, die reicht für etwa drei Füllungen (Bild: TechnikzuHause)
Der Akku ist separat und muss vor dem Putzen angeschlossen und in die Station eingesetzt werden (Bild: TechnikzuHause)
Die Raupengummis laufen permanent an einer Reinigungsbürste vorbei, das hilft Schlieren zu vermeiden (Bild: TechnikzuHause)

Ein weiteres, wichtiges Accessoire wird ebenfalls separat verpackt mitgeliefert: Der Akku, der für weitgehende Unabhängigkeit des Roboters vom Stromnetzt sorgt, muss ebenfalls in die Station eingesetzt und angeschlossen werden. Hier wird er dann direkt aufgeladen. In der Zwischenzeit kann man schon mal die ECOVACS Home App zur komfortablen Bedienung übers Handy herunterladen, und den Frischwasserbehälter in der Station mit frischem Wasser befüllen. Der wird zum Reinigen des Wischpads benötigt, ebenso wie der Schmutzwassertank, der sich ebenfalls in der Station befindet.

Steuerung mit dem Smartphone

Dank des Bedienfeldes und des hellen, hochauflösenden Displays auf der Station lässt der WINBOT W3 OMNI relativ problemlos direkt bedienen. Angesichts der vielen Funktionen, allein sieben Reinigungsmodi stehen für den Roboter zur Auswahl, hinzu kommt die Reinigung des Wischpads in der Station, stellt sich die ECOVACS Home App als übersichtlichere Alternative dar. Allein die Umstellung der Sprachansage von der Werkseinstellung in die gewünschte Sprache ist mit nur wenigen Klicks in der App erledigt.

Nachdem der Roboter erfolgreich via Bluetooth mit dem Smartphone kommuniziert, erfolgt noch die Einbindung ins WLAN; was zumindest bei uns nicht auf Anhieb klappen wollte (Bild: TechnikzuHause)
Bei den Sprachansagen kann man nun die gewünschte Sprache auswählen (Bild: TechnikzuHause)
Die Anweisungen lassen sich sogar in der Lautstärke einstellen, was je nach Arbeitsumgebung nicht zu unterschätzen ist (Bild: TechnikzuHause)
In der App kann man den entsprechenden Modus auswählen, das geht übrigens auch im laufenden Betrieb (Bild: TechnikzuHause)

Auch die unterschiedlichen Reinigungsmodi lassen sich in der App sehr viel übersichtlicher darstellen und einsetzen. Das gilt insbesondere für den manuellen Modus, in dem man den Roboter über die Scheibe dirigiert und gezielt die Reinigungsflüssigkeit versprühen lässt.

Die Reinigung kann zudem leicht pausiert werden, um den Roboter auf eine andere Fläche zu versetzen, oder das Reinigungspad in der Station auszuspülen. Selbst hier kann man zwischen zwei Modi wählen, nämlich zwischen Standard- und Vollwäsche, im dritten Modus wird eine Selbstreinigung der Waschabteilung in der Station eingeschaltet.

Vorerst muss der WINBOT W3 OMNI allerdings mit dem Smartphone verbunden werden. Das erfolgt erst absolut reibungslos per Bluetooth, anschließend wird der Winbot mithilfe der App ins WLAN integriert. Allein hier gab es beim Test einige Anlaufschwierigkeiten, da sich er sich einfach nicht mit dem WLAN verbinden wollte. Erst als wir ungeduldig den Button: „Überspringen und jetzt verwenden“ betätigen, stellen wir fest, dass der W3 OMNI sich bereits verbunden hat, und direkt das neuste Update herunterläd.

Unter den Modi wird auch eine Fernbedienung per Handy angeboten, so kann man besonders hartnäckige Verschmutzungen gezielt besprühen und abfahren
Sobald die aktuelle Fläche fertig gereinigt ist, gibt es eine Meldung auf dem Handy (Bild: TechnikzuHause)
Eine Ansage erinnert daran, das Pad zum Reinigen in die Station zu stecken, dann kann aus zwei Reinigungsmodi ausgewählt werden (Bild: TechnikzuHause)
Nach genau einer Minute ist das Pad im Standard-Waschmodus fertig und kann wieder in den Roboter eingesetzt werden (Bild: TechnikzuHause)

Spezialaufträge

Der Roboter kann auf der Rückseite der Station eingehängt werden, praktisch nach den Putzen und beim Transport (Bild: ECOVACS)

Der Roboter ist über eine Steuerleitung mit der Station verbunden, die ihn buchstäblich an der langen Leine führt. Dadurch hat er einen Aktionsradius von über fünf Metern, und wenn er im Akkubetrieb läuft, muss noch nicht einmal eine Steckdose in der Nähe sein. Dadurch wird es überhaupt erst möglich, selbst größere Fensterflächen zu putzen, und zwar von innen wie von außen, sogar, wenn man dort keine Steckdose in Fensternähe findet. Jede Menge Sensoren tasten nicht nur den Fensterrahmen ab, sie erkennen auch, wenn ein Spalt zwischen zwei Scheiben zu groß ist, um ihn einfach zu „überspringen“. In dem Falle wird nur bis zum Spalt geputzt, und man setzt dann eben per Hand über. Je nach gewähltem Reinigungsmodus fährt der WINBOT W3 OMNI die Scheibe in festgelegten Bahnen ab, und zwar so, dass Hindernisse wie besagte Rahmen oder auch an der Scheibe angebrachte Regale automatisch erkannt, und berücksichtigt werden. Dieses intelligente Navigationssystem, nach dem der Winbot die Flächen abfährt, nennt ECOVACS Win-Slam 5.0. Der W3 OMNI macht selbst vor Dachfenstern keinen Halt, zumindest wenn der Neigungswinkel nicht mehr als 45 Grad beträgt. Dank der Kombination aus großem Aktionsradius und Win-Slam 5.0 kann man den Roboter selbst im Bad an der gläsernen Duschzelle einsetzen. Gewächshäuser und gläserne Terrassen oder Wintergärten stellen ebenfalls kein Problem dar, solange die Glasfläche tatsächlich glatt und eben ist, sodass der Roboter die Möglichkeit hat, sich sicher anzusaugen. Beim Putzen im meist stärker verschmutzen Außenbereich, muss man lediglich eine häufigere Reinigung des Wischpads einkalkulieren. Aber dafür gibt es ja das mitgelieferte zweite Pad.

Auch große Glasflächen, wie beispielsweise in der Dusche, stellen für den W3 OMNI kein Problem dar, die Steuerleitung ermöglicht einen Aktionsradius von gut fünf Metern (Bild: ECOVACS)
Selbst Glasflächen sind mittlerweile nicht mehr frei von Hindernissen, die der W3 OMNI zuverlässig erkennt und erfolgreich umfahren (Bild: ECOVACS)

Im Einsatz

In unserem Test benötigt der W3 OMNI für die Reinigung eines Fensters von insgesamt, also innen und außen, etwa zwei Quadratmetern Fläche etwa 15 Minuten. Bevor es dann ans nächste Fenster gleicher Größe geht, verlangt der Roboter per Sprachansage die Reinigung des Wischpads. Das kann man zwar ignorieren, sollte man aber nicht. Zu schnell können sich feine Körnchen auf dem Pad festsetzen, die dann an der nächsten Scheibe schnell für feinste Kratzer sorgen. Gerade im Außenbereich muss man damit rechnen, dass sich das eine oder andere Sandkörnchen im Pad versteckt.

Systematisch zieht der W3 OMNI seine Bahnen, wenn die Innenseite der Scheibe sauber ist, drückt man die Pausentaste … (Bild: TechnikzuHause)
… und wechselt kurzerhand auf die Außenseite, der Aktionsradius reicht in den meisten Fällen absolut aus (Bild: TechnikzuHause)
Selbst Dachfenster mit Schräglage kann der W3 OMNI putzen, von außen … (Bild: ECOVACS)
… und natürlich auch von innen, er saugt sich bis zu einer Schräglage von 45 Grad zuverlässig fest (Bild: ECOVACS)
Zwischendrin wird man per Sprachansage und gegebenenfalls Benachrichtigung auf dem Handy daran erinnert, das Pad zum Reinigen in die Station zu stecken (Bild: TechnikzuHause)

Zum Reinigen von Pad und Station wird das Wasser aus dem Frischwasserbehälter genutzt, um anschließend im Schmutzwasserbehälter daneben zu landen. Beide Behälter können leicht herausgenommen und ausgeleert, beziehungsweise nachgefüllt werden. Wie stets wird man per Sprachansage und Information in der App über alle Betriebszustände und Aktionen, die man vornehmen muss, auf dem Laufenden gehalten.

Fazit

Der Fensterputzroboter ECOVACS WINBOT W3 OMNI ist durch den kräftigen Akku und die lange Steuerleitung selbst auf großen Flächen einsetzbar, in deren Nähe es keine Steckdose gibt. Man muss noch nicht einmal mehr das Wischpad auswringen, da dies binnen kurzer Zeit direkt in der Station gereinigt werden kann. Das ist ein enormer Komfortgewinn.