ECOVACS hebt Mähroboter auf ein neues Niveau: GOAT 01200 LiDAR PRO und A1600 LiDAR PRO mit integrierten Kantentrimmer im Test!
Testredakteur: Dipl.-Ing. Michael Voigt, 27. März 2026, Fotos: Hersteller, TechnikzuHause

Das Frühjahr ist da und der Rasen wartet sehnsüchtig auf den ersten Schnitt. Auch die Grasbüschel am Rand müssen gestutzt werden. Die neuen LiDAR PRO Modelle von ECOVACS sollen diese beiden Aufgaben völlig selbsttätig erledigen. Wie gut dies in der Praxis funktioniert, haben wir ausführlich getestet.

Der ECOVACS O1200 LiDAR PRO wartet in seiner Ladestation auf den ersten Einsatz (Bild: TechnikzuHause)

Für Haus- und Gartenbesitzer gibt es wohl kaum etwas Schöneres, als die eigene, perfekt gepflegte Grünfläche zu genießen. Wäre da nur nicht die ganze Arbeit mit dem regelmäßigen Rasenmähen, Schnittgut entfernen und von Zeit zu Zeit den Graswuchs an den Rändern und in den Ecken mit einem Rasentrimmer zu kappen. Dem einen macht´s Spaß…doch für die meisten Gartennutzer sind autarke Mähroboter die besten Freunde, die nach Zeitplan regelmäßig selbsttätig die Rasenflächen abfahren und für perfektes Grün sorgen. Der dabei anfallende Rasenschnitt muss nicht weggefegt werden, denn die winzigen Grasschnipsel sorgen als kostenloser Dünger sogar für noch besseren Wuchs.

Autokartierung per LiDAR und Kantentrimmung

Die neuen LiDAR PRO Modelle benötigen keinen Begrenzungsdraht oder Funkmasten zur Navigation, sondern nutzen einen 3D Laserscan zur Orientierung (Bild: ECOVACS)

ECOVACS hat sich als Spezialist für Haushalts- und Gartenroboter in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf erarbeitet und bietet ein umfassendes Programm an Saugrobotern für die Wohnung sowie Mährobotern für den Garten an. Als eine der ersten Marken schaffte es ECOVACS auch schon vor einigen Jahren, Mähroboter ohne den sonst üblichen Begrenzungsdraht zu entwickeln. Dank ausgefeilter Kamera-Technik und Funk- bzw. Satellitengesteuerter Navigation können diese Modelle völlig automatisch die Rasenfläche erkenn, kartieren und selbsttätig mähen. Bauartbedingt schaffte kein Mähroboter bislang nicht, exakt bis zum Rasenrand zu mähen (die Schnittmesser ragen halt nicht unter dem Mähroboter heraus). Ein bis zweimal im Monat mussten Gartenbesitzer die letzten 10 Zentimeter vom Rasenrand nachträglich per Kantentrimmer nachschneiden.

Doch damit soll laut ECOVACS nun Schluss sein, denn die neuen Modelle GOAT A1600 und O1200 aus der LiDAR PRO Serie verfügen nicht nur über einen professionellen 3D LiDAR Scanner für besonders präzise Navigation im Garten, sondern auch über einen integrierten Faden-Trimmer für den Schnitt exakt bis an jede Begrenzung wie Mauern, Randsteine oder Sträucher. Wir haben beide Modelle zum Test geordert und in zwei Test-Gärten ausgiebig ausprobiert.

Zum Test angetreten sind der für kleine bis mittlere Grundstücke geeignete GOAT O1200 LiDAR PRO....
...sowie der für große Rasenflächen optimierte GOAT A1600 LiDAR PRO (Bilder: ECOVACS)

GOAT A1600 LiDAR PRO und GOAT A1200 LiDAR PRO

Dank kräftigem Antriebs-Motor und griffigen Rädern schaffen die GOAT Mäher sogar Steigungen bis über 45° (Bild: ECOVACS)

Auf den ersten Blick ähneln sich die beiden Mähroboter sehr, auch in Sachen Funktionalität und Ausstattung verfügen beide über den 360° und 3D-abtastenden Laser nach dem LiDAR Prinzip sowie einen auf der linken Geräteseite eingebauten Fadentrimmer. Die Unterschiede liegen eher in der Leistungsfähigkeit und Schnittbreite des Mähwerkes. Während der etwas kleinere GOAT O1200 LiDAR PRO über ein einzelnes Mähwerk mit 3 Klingen und einer Schnittbreite von 220 mm verfügt, bietet der etwas größere GOAT A1600 LiDAR Pro gleich zwei Klingenscheiben mit insgesamt 6 einzelnen Messern und einer Gesamtschnittbreite von 330 mm. Auch das Akkupaket liefert beim bei A1600 LiDAR PRO mit 32 Volt etwas mehr Power, während beim O1200 LiDAR PRO „nur“ 18 Volt bereitstehen. Somit soll der größere A1600 etwa 1600 Quadratmeter in 12 Stunden mähen können, der kleinere O1200 schafft in dieser Zeit immerhin 1200 Quadratmeter. Der eigentlich Unterschied liegt eher in der Flächenleistung pro Stunde (ohne zusätzliche Ladezeiten): hier schafft der „Große“ bis zu 400 qm, bei O1200 sind es nur 180 qm.  Sollten Sie also nicht gerade zufällig der Besitzer des Englischen Garten in München sein, dürften beiden Mähroboter für die allermeisten Grundtücke also völlig ausreichen. Falls in Ihrem Grundstück dennoch Steigungen vorhanden sind, könnte der A1600 mit leicht besserer „Bergsteigerfähigkeit“ (bis 50%) eventuell die bessere Option sein, der O1200 soll immerhin 45% Steigung schaffen.

Mit zwei Klingenscheiben bestückt schafft der A1600 LiDAR PRO bis zu 400 qm pro Stunde (Bild: ECOVACS)
Beide neuen LiDAR PRO Modelle verfügen über einen eingebauten Faden-Kantentrimmer, der die Gartenarbeit deutlich erleicht (Bild: ECOVACS)

In der Praxis

Messerklingen und Fadentrimmer sind bereits ab Werk installiert, es muss lediglich die Ladestation im Gartenm aufgebaut werden (Bild: TechnikzuHause)

Der Aufbau und das Setup gestaltet sich bei beiden Modellen praktisch identisch: Auspacken, Ladestation auf dem Grundstück platzieren, das rund 5 m lange Stromkabel verlegen und die ECOVACS Home App auf einem Smartphone installieren. Ach ja, ein paar Anbauteil wie die Schutzbürsten des Kantentrimmer müssen noch angesteckt werden, ansonsten sind die Mähroboter bereits fertig für den ersten Start. Eine sehr ausführliche Anleitung liegt in den Kartons bei, noch hilfreicher ist die gut bebilderte Aufbau-Anleitung in der App (inkl. Videos), die auch Hinweise für eine optimale Platzierung der Ladestation gibt. 
Erfreulicherweise hat sich ECOVACS enorm viel Mühe mit seiner wirklich gelungenen App gegeben, denn jeder einzelne Schritt für die Einbindung der Mähroboter ins heimische WLAN und die anschließende Erkundungsfahrt im Garten wird deutlich und verständlich erklärt. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Basisstation noch im Funkbereich des WLANs liegt. 

Easy-Setup per App

Die ECOVACS-App gibt detailierte Anweisungen für eine problemlose Installation und Setup der Mäher (Screen: TechnikzuHause)

Die erste Erkundungsfahrt auf dem Grundstück (oder möglicherweise mehreren Grundstücksteilen) kann beginnen. Wahlweise per Vollautomatik oder per Joystick-Steuerung in der App. Nach zwei Versuchen stellen wir fest, dass die selbstständige Kartierungsfahrt der GOATS zwar problemlos funktioniert, jedoch einige braune Stellen im Rasen als Hindernisse erkannt werden und zu viel Abstand zu Rasensteinen oder Mauern gehalten wird. Wir nehmen uns daher die Zeit, und fahren die Grundstücksgrenzen manuell per Joystick-Steuerung ab und erhalten so ein maximal perfektes Abbild unseres Rasens in der Kartenansicht der App. Es können nun auch „No-Go-Bereiche“ definiert werden, in denen die Roboter nicht mähen sollen, oder mehrere Rasenflächen (z.B. über Fußwege verbunden) gekoppelt werden. Besonders interessant sind die von den LiDAR PRO erstellen dreidimensionalen „Pünktchenbilder“ des gesamten Grundstücks, inklusive dem Haus, Bäumen, Sträuchern, und Gartenmöbeln, in denen man nach Belieben aus allen Blickrichtungen (auch von oben) herumstöbern kann.
Der „große“ GOAT A1600 LiDAR PRO musste beim Kartieren auch eine recht hohe Steigung im abgestuften Gelände überwinden – jedoch kein Problem für den starken Antrieb und die griffigen Antriebsräder des Mähroboters. 

Nun ist es eigentlich an der Zeit für den ersten Mäh-Durchgang…doch noch etwas Geduld. Wir checken vorerst noch die zahlreichen Optionen des Mähers in der App. Zum einen stellen wir per App die gewünschte Schnitthöhe ein (von 3 - 9 cm) und wählen für den ersten, nicht zu tiefen Frühjahrsschnitt 7 cm aus. Die bereits voreingestellte Hindernis-Erkennung belassen wir auf maximale Empfindlichkeit, ebenso wie die Tierschutzzeiten ab 18:00 (um z.B. Igel nicht zu gefährden) sowie den aktiven Regensensor, der nur bei trockenem Rasen einen Schnitt erlaubt. Bei der Gelegenheit setzen wir auch 2 Schnitt-Termine pro Woche in dem Kalender der App fest. 

Nach der Kartierung durch LiDAR lässt sich der gescannte Bereich 3-dimensional darstellen
Mähzeiten können individuell im Mähplan festgelegt werden
Ein Hindernis wird sofort erkannt und beim Mähen vorsichtig umfahren (Screens: TechnikzuHause)

Der erste Schnitt

Der GOAT A1600 LiDAR PRO zieht präzise seine Bahnen und schneidet problemlos auch etwas höheres Gras (Bild: TechnikzuHause)

Jetzt kann´s losgehen! Wir starten per App das automatische Mähen und schon legt unser GOAT los. Positiv fällt sofort auf, dass beide Mähroboter erstaunlich leise arbeiten, fast schon glauben wir, die rotierenden Klingen arbeiten gar nicht. Doch weit gefehlt, denn die ECOVACS Mäher schneiden sehr wohl die oberen Spitzen der Grashalme…nur halt äußerst leise. Präzise und souverän ziehen beide Mäher ihre parallelen Bahnen und lassen dabei keinen Millimeter ungemähten Rasen stehen. Die Navigation per LiDAR funktioniert hervorragend! übrigens wechseln die Roboter jede Woche ihre Mährichtung um 90°, so dass auf die Dauer kein sichtbares Streifenmuster entsteht.  Wenn dieses Muster dennoch gewollt ist, lässt sich diese Funktion natürlich auch deaktivieren. Wir hatten vor der Kartierung vorsichtshalber unsere Gartenmöbel von der Rasenfläche entfernt, und nun wieder zwei Stühle platziert. Diese werden vom GOAT einwandfrei als Hindernis erkannt und vorsichtig mit minimalem Abstand umfahren. Seine ursprüngliche „Spur“ findet der GOAT trotzdem exakt wieder und setzt seine Arbeit geflissentlich fort. Nach etwa 1,5 Stunden hat der O1200 LiDAR PRO unsere kleinere Test-Rasenfläche (ca. 250 qm) perfekt gemäht – nun geht es an das Kantentrimmen. Wir starten per App den speziellen Kantenmodus, bei dem nun der seitliche Fadentrimmer des GOAT mit hoher Drehzahl rotiert. Das macht allerdings doch merklich laute Geräusche, die wir von üblichen Fadentrimmern kennen. Hier lautet unsere Empfehlung, diesen Vorgang nicht in den frühen Morgenstunden oder beim Frühstück auf der Terrasse zu starten. 

Der GOAT O1200 LiDAR PRO erledigt die Kantentrimmung auch bis ans Mauerwerk - zumindest bei einem Großteil der Rasengrenzen (Bild: Technikzuhause)

Die GOATS bewegen sich beim Kantentrimmen entlang der vorher definierten Grundstücksgrenzen und tasten sich teilweise vorsichtig bis an Mauern oder Rasenkantensteine. Dabei werden auch die recht hohen Grasbüschel in den Ecken erwischt und vom Trimmerfaden abgesäbelt. An einigen Stellen zögert der GOAT jedoch aus unerfindlichen Gründen und stoppt teilweise die Trimmung. Auch fährt er an einigen Sträuchern mit zu viel Abstand vorbei und lässt daher einige Büschel unter dem überhängenden Strauch stehen. Hier scheint die LiDAR-Optik noch vermeintliche Hindernisse zu erkennen und geht an schwierigen Stellen daher lieber auf „Nummer Sicher“.

Am Ende haben beide GOAT LiDAR PRO Mäher den größten Teil der Kanten sauber getrimmt, jedoch nicht zu 100% – einige Meter wurden vergessen oder halt aus Sicherheitsgründen ausgelassen. Dennoch erleichtern beide GOAT die Gartenarbeit enorm, denn im Gegensatz zu der früheren komplett händischen Kantentrimmung steht nun nur noch hier und da eine kleine kosmetische Nachbesserung mit dem handgeführten Trimmer an. Nacharbeit ist bei der großen Rasenfläche definitiv nicht nötig, denn die haben sowohl A1600 LiDAR PRO als auch O1200 LiDAR PRO in absoluter Präzision gemeistert.  

Was die Geschwindigkeit des Mähvorganges, die Genauigkeit der Schnittbahnen und das Erkennen von Hindernissen angeht, setzen die beiden ECOVACS-Mäher die Messlatte unter den Mährobotern deutlich nach oben.  

Fazit

Mit den neuen LiDAR PRO Modellen von ECOVACS macht das Rasenmähen richtig Spaß. Denn die Besitzer von Gärten können sich in aller Ruhe mit einem Kaltgetränk auf die Terrasse setzen und dem GOAT bei der Arbeit zuschauen. Und diese Arbeit erledigen sowohl der für kleine bis mittelgroße Grundstücke geeignete GOAT O1200 LiDAR PRO als auch der leistungsfähigere GOAT A1600 LiDAR PRO für große Flächen in allerbester Qualität. Dank modernster Laser-Scan-Technik und ausgefeilter KI navigieren die beiden Mähroboter ohne Begrenzungsdraht oder Funkmasten durch den Garten und sorgen für einen perfekten Rasenschnitt. Dabei arbeiten die ECOVACS Mähroboter sogar erfreulich leise und lassen sich per App kinderleicht einrichten und bedienen. Zusätzlich bieten die neuen LIDAR PRO Modelle einen eingebauten Kantentrimmer, der ebenfalls vollautomatisch den größten Teil der sonst per Hand durchzuführenden Feinarbeit an den Rasenkanten erledigt. Mit nur wenig Nacharbeit je nach Komplexität der Gartenfläche erledigen die LiDAR PRO Mähroboter nahezu die gesamte Rasenpflege. Einfacher war die Gartenarbeit noch nie!