Ob Fliesen, Parkett, Teppich oder Teppichboden, die Art und Beschaffenheit der Böden ist vielfältig, entsprechend gestalten sich auch die Anforderungen an die passenden Reinigungsgeräte. Als besonders effektiv erweisen sich Staubsauger, die sich mit rotierender Bürste optimal an die unterschiedlichen Beläge und Verschmutzungen anpassen. Wenn man dann noch ohne lästiges Kabel auskommen kann, und trotzdem genug Power selbst für größere Flächen hat, ist das umso besser. Wir haben insgesamt sieben Akkustaubsauger getestet, davon vier, die über eine feste Station verfügen, in der sie nicht nur aufgeladen werden, sondern die auch den Schmutz aus dem Behälter des Saugers absaugt. Drei Geräte müssen ohne eine solche Station auskommen, sie sind ideal in der kleinen Wohnung mit wenig Stellplatz.
7 Akkustaubsauger von Dyson, hoogo, Miele, Fakir, Gorenje, Shark und Tineco im Test: Mit und ohne Absaugstation Testredakteur: Thomas Johannsen, 3. September 2026, Fotos: Technikzuhause, Hersteller
Die Testkandidaten im Einzelnen
Wir haben mit dem Dyson V16 Piston Animal Submarine, dem hoogo S7 und dem Miele Triflex HX3 Aqua drei Kandidaten die ohne kombinierte Lade- und Absaugstation auskommen. Dafür eignen sich der Dyson und der Miele in der getesteten Ausbaustufe auch zum Wischen Fliesen und anderen von Hartböden.
Der Fakir prestige HSA 500, der Gorenje Neoexpert SVC296749NEBL, der Shark PowerDetect Clean & Empty und der Gorenje PURE ONE Station 5 Pro bringen jeweils eine kombinierte Lade- und Absaugstation mit. Hier kann der Schmutz gleich mehrerer Durchgänge gesammelt werden, bis auch der Behälter der Station entleert bwerden musss.
Obwohl wir es hier überwiegend mit beutelloser Technik zu tun haben, findet ssich in der Station der Sauger von Fakir und Gorenje tatsächlich ein herkömmlicher Beutel, was durchaus seine Vorteile hat, zumindest wenn sich der Beutel für den Transport zur Mülltonne gut verschließen lässt, was bei beiden Modellen der Fall ist.
Dyson V16 Piston Animal Submarine
Wie die Typenbezeichnung bereits vermuten lässt, eignet sich der Dyson V16 Piston Animal Submarine besonders gut für Felle aller Art und man kann mit dem entsprechenden Submarine-Aufsatz eben auch feucht durchwischen.
Die Montage des Dyson gestaltet sich wie üblich quasi als Kinderspiel. Das hat nicht nur, aber auch mit der markanten Farbgebung zu tun, denn jede Taste und jeder Riegel setzt sich farblich deutlich ab. Darüber hinaus ist der V16 Piston aber auch bei besonders übersichtlich verpackt, sodass man gleich alle passenden Teile zur Hand hat und sie direkt zuordnen kann. Der Submarine2.0 Bodenaufsatz mit Nass-Walze ist zudem nochmal separat eingepackt, ein sicheres Zeichen dafür, dass es den V16 auch ohne Nassreinigung gibt. Weiteres besonderes Zubehör ist die Haardüse2.0, mit der man den geliebten Vierbeiner sanft von losem Fell befreien kann. Ob das funktioniert hängt allerdings von der Toleranz und Gelassenheit besagten Haustieres ab, da hilft oft nur ausprobieren, gern mit anschließender Belohnung. Anders sieht das aus, wenn das Fell bereits den Hund verlassen hat, und sich in mehr oder weniger großen Büscheln am Teppich festkrallt.
Vorerst müssen wir allerdings den Akku des Dyson aufladen, und unterdessen die Böden entsprechend präparieren. Wir beginnen den Testdurchlauf auf dem glatten Küchenboden, den wir entsprechen präpariert haben. Der Dyson nutzt an der Universalbürste zwei konisch zulaufende Bürstenwalzen, diese sollen den Schmutz von außen nach innen befördern, also genau dorthin, wo das Saugrohr in den Bürstenkopf mündet. Umso enttäuschter waren wir vom Ergebnis auf dem glatten Küchenboden: Zwar nimmt jede Bürste auf ihrer Seite den Schmutz wie gewünscht auf, nur in der Mitte zwischen den Bürsten bleibt ein schmaler Streifen stehen. Es ist also mindestens ein weiterer, etwas versetzter Durchgang erforderlich. Das ist normalerweise kein Problem, nur an den Kanten und bis in die Ecken hinein ist es auf diese Weise mitunter mühsam, eine gründliche Reinigung hinzubekommen. Der Submarine-Aufsatz ist hier ebenfalls wenig hilfreich, der kommt dann zum Einsatz, wenn es darum geht Flüssigkeiten oder besonders hartnäckige Flecken zu entfernen. Für großflächiges Wischen ist der Wasserbehälter etwas zu klein.
Auf dem Teppich mit dem tiefen Flor sieht die Sache dann schon viel besser aus, hier leistet der Dyson ganze Arbeit. Besonders beeindruckend ist, wie sich unsere vorbereiteten Fellbüschel sukzessive über die Bürsten zur Mitte hinbewegen, um dann durchs Rohr in den Schmutzbehälter gesogen zu werden, dabei stockt die Bürste nicht ein einziges Mal und es bleibt auch kein Fell in den Borsten stecken.
Wartung und Reinigung
Die Reinigung des Staubbehälters geht dann ebenso leicht von der Hand, wie schon die Montage. Der silberne Hebel öffnet die Bodenklappe, sodass der Schmutz in den Mülleimer fällt, die Fellbüschel und anderer hartnäckiger Schmutz lassen zum größten Teil mit einem roten Schieber herausschieben. An den waschbaren HEPA-Filter gelangt man über den grünen Deckel oben auf dem Behälter.
Fazit
Beim Preis, der für den Dyson V16 Piston Animal Submarine aufgerufen wird, erwartet man durchweg saubere Ergebnisse. Diese Erwartung erfüllt er, wenn auch mitunter erst mit Nachdruck. Für Teppich und Tierhaare aller Art ist er dagegen prädestiniert, die einfache Reinigung des Saugers ist wegweisend.
Vorteile
- Saubere Arbeitsergebnisse
- Einfache Bedienung
- Perfekt für Haustierhalter
Nachteile
- Nicht optimal an Kanten und in Ecken
Webite des Herstellers:
hoogo S7
Auch wenn der hoogo S7 aktuell das leistungsfähigste Modell des Herstellers markiert, ist er alles andere als ein Schwergewicht. Dabei hat man weder am Akku gespart, noch andere offensichtlichen Maßnahmen ergriffen. Selbst der Staubbehälter gehört mit 800 Millilitern Fassungsvermögen eher zu den größeren. Allerdings ändert das geringe Gewicht nichts daran, dass er aufgrund der Montageweise mit oben am Saugrohr angebrachter Motor-Einheit, auch ein wenige kopflastig ist. Dennoch steht er nach dem Einrasten des Gelenks an der Bürste sogar frei, wenn auch nicht sehr stabil. Letztlich überwiegt der Gewichtsvorteil jedoch vor allem, wenn man beispielsweise Spinnenweben von der Decke saugen möchte, oder sich ohne Saugrohr mit dem verkürzten Sauger an die Reinigung von Polstermöbeln, Gardinen oder anderen Stoffen macht.
Vorerst steht allerdings die Montage an, die sich als nicht sonderlich herausfordernd erweist. Hierbei können wir außerdem einen ersten Blick auf das umfangreiche Zubehör werden, denn neben den unterschiedlichen Düsen, sowie einer Wandhalterung für Sauger und Zubehör liegt sogar eine kleine Bürste zur gelegentlichen Reinigung der Einzelteile bei. Auch ein. Ersatzfilter darf natürlich nicht fehlen. Ist dann alles montiert, und der Akku aufgeladen, geht es an den ersten Einsatz auf dem entsprechend vorbereiteten Hartboden in der Küche. Sogleich wird deutlich, dass der hoogo besonders wendig ist, und mit wenigen Zügen den Boden bis an die Kanten und in die Ecken hinein restlos sauber bekommt. Eine Herausforderung anderer Art stellt dann der Tiefflorteppich dar, aber auch hier lässt der hoogo nichts anbrennen, allenfalls die langen Fellbüschel, die wir vorher sorgsam im Teppich verteilt haben wickeln sich gnadenlos um die Bürste. Allerdings reicht es nicht, um diese zu blockieren, man bekommt lediglich eine düstere Vorahnung auf die abschließende Reinigung derselben.
Wartung und Reinigung
Und so kommt es dann auch. Während sich der Staubbehälter, in den sich übrigens nur wenige Haare verirrt haben, beinah schon spielend leicht über der Mülltonne entleeren lässt, benötigt die Bürste schon etwas mehr Zuwendung. Zur Schere oder anderem Werkzeug mussten wir allerdings noch nicht greifen, Haushaltshandschuhe sind bei dieser Arbeit ohnehin obligatorisch. Hat man den Staubbehälter erfolgreich entleert, lässt sich zudem der Filter, der quasi wie eine Patrone ausgeführt ist, einfach herausdrehen und ausspülen, oder bei Bedarf wechseln.
Fazit
Der hoogo S7 ist besonders leicht und wendig, dadurch lässt er sich besonders gut an Kanten entlangführen und kommt auch gut in die Ecken. Dabei saugt er so gründlich, dass man nur selten nacharbeiten muss. Der Staubbehälter verfügt über ein großes Fassungsvermögen, und lässt sich zudem sehr einfach ausleeren. Auch sonst geht der alltägliche Einsatz leicht von der Hand.
Vorteile
- Sehr gutes Arbeitslergebnis
- Leicht und wendig
- Einfache Reinigung
Nachteile
- Für lange Haare nicht so gut geeignet
Webite des Herstellers:
Miele Triflex HX3 Aqua
Den TriFlex HX3 von Miele gibt es gleich in mehreren Ausführungen; unter anderem als HX3 Aqua mit dem praktischen AquaTwister zum Wischen von Hartböden außerdem als Triflex HX3 Plus, ohne Twister, dafür inklusive zweitem Akku, und schließlich als Triflex HX3 Plus Aqua in Vollausstattung, inklusive Twister und zweitem Akku. Die Preise bewegen sich zwischen 749 und 889 Euro. Allen gemeinsam ist die innovative Montageweise: Beim HX3 kann man die Einheit aus Akku und Motor wahlweise oben am Saugrohr oder aber am unteren Ende direkt auf der Bürstendüse zu montieren. Das Handteil lässt sich aber auch direkt ohne Saugrohr mit den verschiedenen Düsen verbinden, was die Gesamtkonstruktion deutlich kürzer macht, sodass man auch in enger Umgebung saugen kann.
Der Miele ist übersichtlich eingepackt, was die Montage deutlich vereinfacht. Die Einzelteile, wie Saugrohr, Bürstendüse und Griff-Motor-Einheit sind schnell identifiziert und in der gewünschten Reihenfolge zusammengesteckt. Bemerkenswert ist, dass der Triflex HX3 nur dann eigenständig steht, wenn die Motoreinheit unten direkt über der Bürste montiert wird. Montiert man die Einheit am oberen Ende des Saugrohrs, ist der Sauger insgesamt zu kopflastig.
Nachdem der Akku aufgeladen ist, geht es ans Saugen. Trotz des recht hohen Gewichts von 3,6 Kilo, gibt sich der Miele erstaunlich wendig. So haben wir kein Problem, den Schmutz direkt an der Bodenkante aufzusaugen. Selbst die Zimmerecke wird nach zwei Durchgängen komplett gereinigt. Bevor wir nun auf den AquaTwister wechseln, um den Küchenboden nochmal feucht nach zu wischen, widmen wir uns noch dem Teppich mit dem tiefen Flor. Auch hier gibt sich der Triflex HX3 Aqua keine Blöße, er nimmt sogar die vorher verteilten und festgetretenen Fellbüschel erstmal klaglos auf. Allerdings bleiben diese größtenteils in der Bürste hängen, und nur ein kleiner Teil wird in den Schmutzbehälter weitergeleitet.
Wartung und Reinigung
Damit kommen wir zu einer der eher unangenehmeren Tätigkeiten beim Staubsaugen: der Schmutzbehälter und in unserem Falle auch die Bürste müssen geleert, beziehungsweise von Haaren befreit werden. Der Schmutzbehälter hat eine doppelte Verriegelung; öffnet man die erste, kann man den Behälter abnehmen, nach lösen der zweiten Verriegelung geht gleichzeitig Bodenklappe auf, deshalb sollte man das tunlichst direkt über der Mülltonne machen. Der Feinstaubfilter lässt sich mit mehreren Umdrehungen im Staubbehälter vorreinigen, das ratschende Geräusch ist dabei durchaus gewollt. Dann kann dieser ebenfalls herausgenommen und zusätzlich mit einem trockenen Tuch oder einem Pinsel gereinigt werden. Die langen, um die Bürste gewickelten Haare, müssen notfalls mit einer Schere gelöst werden.
Fazit
Das Einsatzgebiet für den Miele TriFlex HX3 Plus Aqua ist schier unbegrenzt, er lässt sich quasi im Handumdrehen in das gewünschte Reinigungswerkzeug umbauen. Bei der Saugleistung gibt er sich dagegen kompromisslos, und der zweite Akku aus dem Lieferumfang des Plus-Modells sorgt für unterbrechungsfreies Arbeiten.
Vorteile
- Reinigt gründlich auf Hartböden und Teppich
- Mehrere Möglichkeiten der Montage
- Hochwertig verarbeitet
Nachteile
- Ausleeren des Schmutzbehälters etwas umständlich
Webite des Herstellers:
| Hersteller | Dyson | hoogo | Miele |
|---|---|---|---|
| Modell | V16 Piston Animal Submarine | S7 | Triflex HX3 Aqua |
| Preis (UVP) Euro | 999,00 € | 499,00 e | 749,00 € |
| Art | Akkustaubsauger | Akkustaubsauger | Akkustaubsauger |
| Abnehmbares Handteil | ja | ja | ja |
| Lithium-Akku /lt. Hersteller | 28 V / 3850 mAh | 28,8 V / 3000 mAh | 25,2 V / 2800 mAh |
| Herausnehmbarer Akku | ja | ja | ja |
| Für Hart- und Teppichböden | ja | ja | ja |
| Motorisierte Bodenbürste | ja | ja | ja |
| Düsenleuchten | ja | ja | ja |
| Leistungsstufen | 3 | 3 | 3 |
| Auto-Saugkraftverstärkung | ja | ja | ja |
| Lautstärke (Teppich / Hartboden) dB(A) | 62 / 70 | 63 / 70 | 60 / 66 |
| Wandhalterung mit Ladestation | ja | ja | ja |
| Ladekabel | ja | ja | ja |
| Ladekontroll-Anzeige | ja | ja | ja |
| Batterieanzeige | ja | ja | ja |
| Teleskoprohr | nein | nein | nein |
| Ladezeit (lt. Hersteller) Stunden | 4,5 | 4,5 | 4 |
| Selbststehend | nein | ja | ja |
| Unterfahrhöhe | 7,5 cm auf 18 cm | 6 cm auf 13 cm | 6,5 cm auf 15 cm |
| Entriegelung Staubbehälter | ja | ja | ja |
| Staubbehälter Volumen ml | 1300 ml | 800 ml | 500 ml |
| HEPA Filter | ja | ja | ja |
| Filter waschbar | ja | ja | nein |
| Betriebszeit (höchste Stufe) ca. | 15 Min. | 12 Min. | 16 Min. |
| Entriegelungstasten Zubehör | ja | ja | ja |
| Produktgewicht lt. Hersteller | 3,4 kg | 1,8 kg | 3,6 kg |
| Zubehör | Wandhalterung, Haardüse 2.0, Kombi-Zubehördüse, Fugendüse, Submarine2.0 Bodenaufsatz mit Nass-Walze, Bedienungsanleitung | motorisierte Polster- und Milbendüse, Fugendüse, Möbel- und Polster-Kombidüse, Ersatz-Vormotorfilter, Reinigungswerkzeug, Wandbefestigung mit Zubehörhalterung, Bedienungsanleitung | Saugpinsel, Polsterdüse, Fugendüse, Zubehörhalter, Wandhalterung, Aqua Twister Pro, AquaTwister, 500 ml Universal Reiniger, Aufbewahrungsschale, zweiter Akku, Bedienungsanleitung |
| Besonderheit | Bodendüse mit zwei konischen Bürstwalzen, was bei Haaren auch perfekt funktioniert | Je ein Fuß zum Saugen und einen mit zwei rotierenden Tüchern und Wassertank zum feuchten Wischen von Hartböden |
Fakir prestige HSA 500
Der Fakir prestige HSA 500 nimmt selbst mit Station nur wenig Standfläche ein, was daran liegt, dass die Station selbst eher auf Bauhöhe als auf Standfläche setzt. Die Station ist zylindrisch und sitzt selbst hochkant auf einem Rohr. Der Sauger wird mit dem Staubbehälter von oben in den Zylinder eingesetzt, das ganze schwebt dann einige Zentimeter über dem Boden und wird von einem runden Fuß gehalten. Die Anleitung liegt nicht in Papierform vor, dafür gibt es einen QR-Code. Bei unserem Test wurden wir zwar direkt zum HSA 500 weitergeleitet, der Downloadlink dort ging zu dem Zeitpunkt leider noch ins Leere, beziehungsweise verwies auf den bekannten Fehler 404. Das lässt sich sicher leicht beheben, bis dahin heißt es also mit etwas Phantasie den prestige HSA 500 ohne zu montieren. Da auch die Station aus mehreren Einzelteilen besteht ist deren Zusammenbau zwar nicht ganz trivial, lässt sich aber bewältigen. Ebenso wie beim Sauger, wird dafür auch kein Werkzeug benötigt.
Die geringe Standfläche zusammen mit dem hohen Schwerpunkt, hinterlassen einen etwas fragilen Eindruck, zumal, wenn der Staubsauger eingehängt ist. Genau da muss er hin, um für den ersten Einsatz aufgeladen zu werden. Sobald der Sauger an der Station hängt, springt automatisch die Absaugung der Station an, ganz gleich ob der Staubbehälter des Saugers nun voll oder leer ist.
Nachdem der Akku aufgeladen ist, wird es für den Fakir ernst. Wir starten wie stets auf dem Hartboden in der Küche und versuchen auch den Schmutz zu erwischen, der sich an der Kante oder gar in den Ecken angehäuft hat. Ob es nun an der eventuell knapp bemessenen Saugkraft oder aber an der Form der Bürstenwalze liegt, der prestige HSA 500 muss tatsächlich mehrmals über die gleiche Stelle geführt werden, bis auch die letzten Krümel aufgesogen sind. Da macht es dann auch keinen großen Unterschied, ob man sich am Rand oder in der Mitte des Raumes bewegt.
Beim Teppich wird es dann erst recht spannend, je tiefer der Flor, umso mühsamer kommt die rotierende Bürste voran. Wenn sich genügend Fellbüschel in ihre verfangen haben, neigt sie sogar komplett zum Blockieren.
Wartung und Reinigung
Die anschließende Reinigung der Bürste ist obligatorisch, die langen Haare muss man unter Umständen mit einer Schere zerschneiden. Die Absaugung vom Staubbehälter des Saugers in die Station geht dagegen sehr schnell und unkompliziert. Ist man dennoch mit dem Ergebnis unzufrieden, muss der Sauger kurz angehoben werden, damit die Station bei erneuter Kontaktaufnahme den Absaugvorgang ein weiteres Mal startet. Erst wenn man den Hepa-Filter waschen oder auswechseln will, muss der Staubbehälter vom Sauger abgenommen werden, dann ist er im Nu ausgebaut. In der Station wird der Staub tatsächlich in einem Staubbeutel gesammelt. Das hat den Vorteil, dass sich der Beutel einfach komplett entsorgen lässt, während man einen beutellosen Behälter wiederum zum Entleeren über der Mülltonne öffnen müsste.
Fazit
Fakir hat mit dem prestige HSA 500 einen besonders günstigen Akkusauger mit Station ins Spiel gebracht, Sparmaßnahmen sind da im Grunde vorprogrammiert, im Prinzip eignet sich der prestige HSA 500 eher für den kleinen Haushalt mit wenig bis keinen Teppich und ohne Haustier mit langem Fell. Hier spielt er zudem seine geringe Stellfläche aus.
Vorteile
- Geringe Standfläche für Station und Sauger
- sehr großer Staubbehälter an der Station
Nachteile
- mittelmäßiges Ergebnis in tiefem Flor
- Station könnte standfester sein
Webite des Herstellers:
Gorenje Neoexpert SVC296749NEBL
Der Neoexpert von Gorenje ist das Flaggschiff der aktuellen NEO-Reihe, besonders deutlich wird das durch die Station, die zum Lieferumfang gehört. Hier wird der Neoexpert nicht nur zum Laden eingehängt, auf Knopfdruck wird außerdem der Staubbehälter per Absaugung in die Station ausgeleert. In der Zwischenzeit steckt der Zweit-Akku ebenfalls in der Station und wird dort aufgeladen. Damit lässt sich die Arbeitszeit nach einem kurzen. Akkutausch verdoppeln, was im Boost-Modus immerhin fast eine halbe Stunde Powersaugen bedeutet. Im Eco-Modus können es sogar bis zu zwei Stunden werden, während der Sauger die Leistung im Automatik-Modus an die Bodenbeschaffenheit und den Verschmutzungsgrad anpasst.
Die Montage von Sauger und Station gestaltet sich nicht allzu schwer, wobei die Aufhängung des Sauger an der Station anfangs etwas befremdlich wirkt, denn korrekt eingehängt ragt die offene Bürste in den Raum, was eher unüblich ist. Stabil steht die gesamte Konstruktion aber in jedem Fall und funktionieren tut es auch, wie wir später feststellen. Das mitgelieferte Zubehör ist reichlich, da gibt es neben den unterschiedlichen Bürsten und Düsen sogar einen flexiblen Saugschlauch, der alternativ zum Saugrohr eingesetzt werden kann. Idealerweise wird dieser zusammen mit der Tierpflege-Bürste eingesetzt, um den geliebten Vierbeiner von überflüssigem Fell zu befreien. Erfahrungsgemäß stellt das die Toleranz von Hund und/oder Katz auf eine harte Probe, ist aber bei weitem eine der schonendsten Methoden in dieser haarigen Angelegenheit.
Nachdem der Neoexpert komplett montiert und in der Station aufgeladen ist, geht es an die Arbeit. Zuerst geht es in die Küche mit dem präparierten Hartboden. Der Neoexpert erweist sich trotz seines stattlichen Betriebsgewichts als sehr wendig, was gerade an Kanten und in Ecken von großem Vorteil ist. Die Bürste lässt schon nach dem ersten Durchgang keinen Krümel liegen, selbst am schwer zugänglichen Kantenbereich arbeitet der Gorenje absolut zuverlässig.
Die eigentliche Herausforderung ist dann allerdings der flauschige Teppich, in den wir gezielt Fellbüschel eingearbeitet haben. Die rotierende Bürste schafft es dennoch mühelos durch den Teppich, wenngleich auch nicht sämtliche Fellbüschel den Weg in den Staubbehälter finden. Der Rest wickelt sich sukzessive um die Bürste und man freut sich insgeheim schon auf die Reinigungsprozedur.
Wartung und Reinigung
Die erledigt sich quasi per Tastendruck. Anders als andere Hersteller, welche die Absaugung starten, sobald der Sauger in der Station hängt, wird diese beim Neoexpert mit einem Druck auf die entsprechende Taste ein- und auch wieder ausgeschaltet, also absolut bedarfsgerecht. Der Staubbehälter des Saugers ist dann auch nach wenigen Augenblicken leer, während sich der Beutel in der Station nach und nach füllt. Gorenje setzt bei der Station absichtlich auf Staubbeutel, weil es im Zweifel hygienischer ist, diesen einfach zu entsorgen, als einen weiteren, größeren beutellosen Behälter zur Mülltonne zu tragen und dort auszuleeren. Nun allerdings zu den festgezurrten Haarbüscheln in der Bürste; mit einem Mal wird klar, warum der Sauger so herum in der Station hängt, dass man problemlos an die Bürste gelangt. Die Büschel lassen sich tatsächlich mit wenig Aufwand von der Bürste lösen, was sicher an der besonderen Form und Beschaffenheit der Borsten liegt, und entsprechend entsorgen. Der Hepa-Filter im Sauger kann ebenfalls recht einfach aus dem Staubbehälter genommen werden, er ist waschbar und muss daher nicht besonders häufig erneuert werden.
Fazit
Der Neoexpert lässt sich mit seinem umfangreichen Düsen- und Schlauchsortiment besonders vielseitig einsetzen. Er ist saugstark, geht bei Bedarf aber auch behutsam zu Werke. Der Sauger selbst und die Station lassen sich zudem leicht reinigen, und sind damit schnell wieder einsatzbereit.
Vorteile
- Sehr gute Saugergebnisse
- Praktisches Zubehör
- Zweit-Akku im Lieferumfang
Nachteile
- Sauger ist recht schwer
Webite des Herstellers:
Shark PowerDetect Clean & Empty
Beim Shark PowerDetect Clean & Empty ist der Name Programm, denn sobald der Staubbehälter des Saugers voll ist, stellt man den in die Station und sogleich wird er leergesaugt. Der Schmutz landet dann im vergleichsweise riesigen Staubbehälter der Station. Der Behälter am Sauger ist allerdings mit knapp 200 Millilitern auch ziemlich klein. Bei der Montage von Station und Sauger fallen gleich zwei Dinge auf: Erstens geht das ziemlich flott und vor allem ohne Werkzeug, außerdem lässt sich das lange Saugrohr unterhalb der Motor-Griff-Einheit entriegeln und anschließend abwinkeln. So verlängert man die Unterfahrhöhe der Bürste um ganze 70 Zentimeter, womit man prima tief unter die Betten gelangt, ohne dass man den Sauger und womöglich sich selbst flach auf den Boden legen muss.
Vor dem Einsatz muss auch hier der Akku des Saugers aufgeladen werden, was idealerweise in der Station geschieht. Die Ladestands-Anzeige zeigt weder die Restzeit noch den Ladestand des Akkus in Prozenten an. Eine einfache Balkenanzeige muss hier reichen, zumindest liefert sie einen groben Anhaltspunkt. Wir lassen den Shark im Automatikbetrieb den Küchenboden saugen, so passt er die Saugleistung automatisch an die Erfordernisse an. Das heißt in unserem Falle auch, dass er beim Saugen der Kanten kurzzeitig den Turbo zündet, und das mit sehr gutem Erfolg. Lediglich tiefe, flauschige Teppiche sind nicht so sein Fall, erst recht keine mit eingearbeiteten Fellbüscheln vom Haustier, diese bringen die rotierende Bürste schnell zum Blockieren. Auch die extra für Tierhaare geeignete Bürste schafft auf dem Teppich jedenfalls keine Abhilfe. Die eignet sich eher zum Absaugen von Tierhaaren auf Polstermöbeln.
Wartung und Reinigung
Die Absaugung in die Station wird automatisch beim Einhängen aktiviert. Diese saugt den Behälter allerdings nicht komplett sauber, wahrscheinlich weil da zu viele Ecken außerhalb des Luftstromes sind. Die Haare, die in den Behälter gelangt sind, werden dagegen komplett in die Station gesaugt. Sobald er voll ist, lässt sich der Behälter der Station abnehmen und nach dem Entriegeln nach unten in die Mülltonne aufklappen. Der Hepa-Filter lässt sich zum Wechseln einfach herausnehmen, waschbar ist er indes nicht.
Fazit
Der Shark PowerDetect Clean & Empty Saugt dank des abknickbaren Saugrohres bis zu 70 Zentimeter unter Möbeln. Auf harten Böden und dichtem Teppichboden leistet er gute Arbeit, tiefer Flor ist seine Sache dagegen nicht.
Vorteile
- Sehr gutes Ergebnis auf Hartboden
- Abknickbares Saugrohr
Nachteile
- Sehr kleiner Staubbehälter
Webite des Herstellers:
Tineco PURE ONE Station 5 Pro
Der Zusatz Pro in der Typenbezeichnung soll meistens die Professionalität eines Produktes vermitteln, so auch beim Tineco PURE ONE Station 5 Pro, nicht nur deshalb bringt er seine Lade- und Absaugstation gleich mit. Dank moderner Sensortechnik soll er automatisch die Bodenbeschaffenheit erkennen und die Geschwindigkeit der Büste entsprechend anpassen.
Erstmal müssen wir ihn jedoch zusammenbauen, was aber keine große Hürde darstellt. Auch hier schaltet sich automatisch die Absaugung in der Station ein, sobald der Sauger dort eingerastet ist, erst dann beginnt der Ladevorgang. Leider hat Tineco hier bei der Ladestands-Anzeige gespart, diese besteht lediglich aus drei LED-Segmenten, die während des Ladens blinken. Sobald alle drei Segmente durchgängig leuchten, ist der Akku voll und der Sauger einsatzbereit. Ähnlich vage wird der Ladezustand des Akkus übrigens auch beim Saugen angezeigt.
Das starten wir wie gehabt auf dem Hartboden in der Küche, was er sehr gut meistert, solange, bis man an die Kanten und in die Ecken kommt. Hier wird schnell klar, dass die Rollen und das Scharnier des Bürsten-Kopfes nicht zu den wendigsten gehören. Nur widerwillig folgt daher die Bürste den engen Kurven, mit dem Ergebnis, dass man diese Zonen mehr als einmal durchfahren muss. Das macht dem PURE ONE aber nichts aus, den der Akku hält mit 24 Minuten bei maximaler Leistung deutlich länger als die meisten Konkurrenten.
Den Tiefflor-Teppich mit den eingewirkten Fellbüscheln meistert er dagegen gut, auch weil er im Automatik-Modus bei Bedarf noch Leistung nachschieben kann. Die Haare wickeln sich zwar um die Bürste, blockieren diese aber nicht. Ein Teil wird tatsächlich bis in den Staubbehälter gesaugt, den Rest muss man wohl oder übel aus der Bürste entfernen.
Wartung und Reinigung
Die Absaugung in die Station wird automatisch beim Einhängen aktiviert, dabei wird der Behälter nahezu restlos ausgesaugt. Dieser kann zudem entriegelt und abgenommen werden, um an den Hepa-Filter zu gelangen, der nur gewechselt, nicht aber gewaschen werden kann. Dann heißt es auch hier, die Haare, die sich um die Bürste gewickelt haben, müssen händisch entfernt werden, zur Not mithilfe einer Schere. Der große Staubbehälter der Station kann ebenfalls nach dem Entriegeln einfach herausgenommen, und nach Öffnen der Klappe möglichst über einem Mülleimer entleert werden.
Fazit
So ganz Pro ist der Tineco PURE ONE Station 5 Pro nicht, auch wenn er seine Arbeit ordentlich macht und das noch sehr ausdauernd. Eine differenziertere Ladestands-Anzeige wäre allerdings deutlich professioneller.
Vorteile
- Gutes Ergebnis auf allen Böden
- Großer Behälter in der Station
- Sehr ausdauernd
Nachteile
- Bürstenkopf ist nicht sehr wendig
- Akkustandsanzeige ist sehr ungenau
Webite des Herstellers:
Akkusauger mit Lade- und Absaugstation
| Hersteller | Fakir | Gorenje | Shark | Tineco |
|---|---|---|---|---|
| Modell | prestige HSA 500 | Neoexpert SVC296749NEBL | PowerDetect Clean & Empty | PURE ONE STATION 5 Pro |
| Preis (UVP) Euro | 279,90 € | 539,00 € | 419,00 € | 499,00 € |
| Art | Akkustaubsauger mit Absaugstation | Akkustaubsauger mit Absaugstation | Akkustaubsauger mit Absaugstation | Akkustaubsauger mit Absaugstation |
| Abnehmbares Handteil | ja | ja | ja | ja |
| Lithium-Akku /lt. Hersteller | 25,2 V / 2500 mAh | 29,6 V / 2500 mAh | 21,6 V / 3750 mAh | 25,2 V / 3900 mAh |
| Herausnehmbarer Akku | ja | ja | ja | nein |
| Für Hart- und Teppichböden | ja | ja | ja | ja |
Drei Akkustaubsauger
Dyson V16 Piston Animal Submarine
UVP: 999,00 Euro
Testnote: gut - sehr gut (1,3)
Spitzenklasse
hoogo S7
UVP 499,99 Euro
Testnote: sehr gut (1,2)
Spitzenklasse
Miele Triflex HX3 Aqua
UVP: 749,00 Euro
Testnote: sehr gut (1,2)
Spitzenklasse
Vier Akkustaubsauger mit Lade- und Absaugstation
Fakir prestige HSA 500
UVP: 279,90 Euro
Testnote: gut – sehr gut (1,5)
Oberklasse
Gorenje Neoexpert SVC296749NEBL
UVP: 539,00 Euro
Testnote: sehr gut (1,2)
Oberklasse
Shark PowerDetect Clean & Empty
UVP: 549,99 Euro
Testnote: gut – sehr gut (1,5)
Oberklasse
Tineco PURE ONE STATION 5 Pro
UVP: 499,00 Euro
Testnote: gut – sehr gut (1,4)
Oberklasse