So wird aus einem Fleckenreiniger ein Handstaubsauger:
Bissell Dry Vac Tool zum Nachrüsten im Praxistest
Testredakteurin: Carolin Nevermann, 24. Juli 2026, Fotos: Hersteller, Technikzuhause

Das Dry Vac Tool verwandelt den SpotClean Fleckreiniger im Handumdrehen in einen leistungsstarken Staubsauger. Wer schon diesen genialen, kompakten Polsterreiniger  SpotClean besitzt, kann diesen mit dem Dry Vac Tool zu einem echten Universal-Putz-Genie aufrüsten. Wir haben das brandneue Zubehör von Bissell ausführlich getestet.

Einer für alles

Ein SpotClean Mini mit dem neuen Dry Vac Tool, bestehend aus dem Staubfänger-Aufsatz, breitem Polsterreiniger (links) und 3-in1-Fugenaufsatz (rechts) (Bild: TechnikzuHause)

Der SpotClean Fleckentferner von Bissell ist für viele zu einem unentbehrlichen Reinigungshelfer geworden: Orangensaft auf dem Teppich ist für den Fleckenreiniger ebenso wenig ein Problem, wie Schokofinger auf dem Sofa oder der Saucenfleck auf dem Esszimmerstuhl-Polster. Die Funktionsweise ist ebenso einfach wie genial: Das verschmutzte Teil wird mit dem Staubsauger abgesaugt, dann kommt der Fleckreiniger zum Einsatz. Er hat zwei Wassertanks: einen für frisches Wasser mit Reinigungslösung, einen für das Schmutzwasser. 
Zum Fleckentfernen mit der Düse über den Fleck gehen, damit Wasser mit Reinigungslösung auf die Textilie spritzen, und mit der integrierten Bürste einmassieren, damit sich der Fleck löst. Im gleichen Arbeitsgang saugt das Gerät das schmutzige Wasser auf, sodass die Textilie nahezu trocken hinterlassen wird. So weit, so gut, doch jeder, der den Fleckenreiniger benutzt, hat sich bestimmt schon einmal gewünscht, dass man vorher nicht immer den Staubsauger herausholen muss. Dieser Wunsch war Bissell Befehl und so gibt es jetzt das Dry Vac Tool. Es verwandelt den Fleckentferner ganz fix in einen kleinen, enorm leistungsfähigen Staubsauger – perfekt, um die fleckigen Flächen vorab von losem Schmutz zu befreien, um sie dann mit dem SpotClean zu behandeln. Geliefert wird der Aufsatz mit einem 3-in-1-Fugenaufsatz, der auf der einen Seite eine Bürste und auf der anderen Gummiborsten hat. Nimmt man die Aufsätze ab, hat man einen schmalen Fugenaufsatz – perfekt für schlecht erreichbare Winkel im Auto oder zwischen zwei Sofakissen. Für größere Flächen gibt es noch einen Polsteraufsatz. Das Dry Vac Tool wird gegen die Reinigungsdüse des SpotClean-Fleckenreinigers ausgetauscht. Der Schmutz landet in einem kleinen Reservoir mit Staubfilter. Macht der Aufsatz das Gerät wirklich zu einem kleinen Sauger? Ist es Erleichterung oder Spielerei? Wir probieren es aus! 

Die normale Reinigungsdüse des SpotClean (oben) wird gegen das Dry Vac Tool (unten) ausgetauscht, und schon hat man einen leistungsstarken Handstaubsauger (Bild: TechnikzuHause)

Ruckzuck sauber

Mit dem breiten Aufsatz lassen sich gut größere Flächen reinigen (Bild: TechnikzuHause)

Es gibt wohl kaum einen Haushalt, in dem nicht der eine oder andere Fleck Teppich, Sessel oder Sofa ziert. Vor allem bei Kindern oder vierbeinigen Mitbewohnern ist ein Fleckentferner deshalb ein sinnvoller Helfer und eine prima Ergänzung zum Staubsauger. Auch Autobesitzer profitieren davon, denn damit lassen sich die Sitze im Handumdrehen reinigen (mein Tipp: An einem sonnigen Tag sind sie ganz schnell wieder trocken!). Doch oft ist es nervig, erst zu saugen, um dann den SpotClean einzusetzen. Deshalb bin ich auf den Staubsauger-Aufsatz echt neugierig. Beim Auspacken stelle ich fest, dass das Dry Vac Tool viel leichter ist, als ich es mir vorgestellt habe. Es lässt sich leicht zusammensetzen und mit dem SpotClean verbinden. 
Mein erstes Reinigungsopfer ist ein Sessel, der so schwere Polster hat, dass ich die selten rausnehme und reinige. Darunter haben sich einige Krümel angesammelt. Ich schalte den SpotClean an und gehe mit der breiten Bürste über die Sitzfläche. Wow, da kommt ganz schön was zusammen. Der Saug-Aufsatz holt auch jede Menge Staub aus dem Velours. Er saugt definitiv stärker, als mein Staubsauger (und der ist eigentlich nicht schlecht). Danach gönne ich dem Sessel noch eine feuchte Reinigung und bin begeistert: Er sieht fast wie neu aus!  Kleiner, aber wirklich kleiner Wehmutstropfen: Das Abnehmen des Tools ist etwas hakelig. Der Aufsatz rastet am Schlauch in einen kleinen Knopf ein und der ist etwas schwer zu erreichen.

Vielseitig

Im Auto kann das Dry Vac Tool zeigen, was es kann (Bild: TechnikzuHause)

Ich entscheide: Das will ich in meinem Auto auch. Also, Auto vors Fenster fahren, Verlängerungsschnur holen und den SpotClean anschließen. Los geht’s. Jetzt kann das kleine Teil zeigen, was in ihm steckt, weil ich unter einer Lärche parke. Und jeder, der schon einmal Lärchennadeln im Auto hatte, weiß, wovon ich rede. Die kleinen fiesen Mistdinger verhaken sich im Teppich und oft muss sogar der Sauger bei der Waschstraße kapitulieren. Na, ich bin gespannt. Was soll ich sagen, das Dry Vac Tool packt es! Die Nadeln können der Kunststoffbürste nicht widerstehen und sind eingesaugt. Ebenso wie Staub, Steinchen und Sand. Ich bin begeistert! Die Fugenbürste kommt auch an schmale Stellen. Das Entleeren des Dry Vac Tools ist wirklich einfach: Taste drücken, die Einheit mit Staubfilter abnehmen, den Schmutz auskippen, den Filter lösen und den feinen Staub herausklopfen. Es ist übrigens erstaunlich, wie viel feiner Schmutz sich darin fängt. Man kann beide Filterteile mit Wasser reinigen. Den Filter dann gut trocknen lassen!

Die Ausbeute nach dem Saugen ist erstaunlich
Jede Menge Lärchen-Nadeln im Staubauffang-Behälter...
...und eine gute Portion Staub! (Bilder: TechnikzuHause)

Fazit

Jeder, der einen Bissell SpotClean besitzt, sollte sich das Dry Vac Tool dazu gönnen, denn es ist eine wirklich sinnvolle Ergänzung, die das Leben erleichtert – und vor allem sauberer macht.