Sauber durchatmen:
Luftreiniger Blueair DustMagnet 5240i im Praxistest Testredaktion: Vera Sattler, Dipl.-Ing. Michael Voigt, 23.5.2022, Fotos: Hersteller und Technikzuhause

Unser Testkandidat im Kampf gegen Feinstaub in der Raumluft: DustMagnet 5240i von Blueair

Dass sich das Einatmen von Feinstaub negativ auf unseren Gesundheitszustand auswirkt, ist unbestritten. Aber nicht nur die Außenluft ist durch Feinstaub belastet, betroffen sind auch unsere Innenräume. So gelangt Feinstaub durch offene und undichte Fenster in unsere Räume und wird zusätzlich durch Anhaftungen an Schuhen und Kleidung hineingetragen. Zusätzlich können Emissionsquellen wie Rauchen, Kerzen, Staubsaugen ohne Feinstfilter im Luftauslass, Bürogeräte, Kochen und Braten, offener Kamin und vieles mehr unsere Raumluft mit ultrafeinen Partikeln belasten. Die gute Nachricht: Moderne Luftreinigungsgeräte können die Feinstaubbelastung in Innenräumen deutlich reduzieren. Wir haben den DustMagnet 5240i  von Blueair in der praktischen Anwendung getestet.

Die Ausstattung

Eine Farbanzeige informiert über die aktuelle Luftqualität im Raum

Der DustMagnet von Blueair ist ein kleiner, formschöner Reinigungsexperte, der dem Feinstaub im Haushalt zu Leibe rückt. Ausgelegt für den Einsatz in 20 bis zu 48 qm großen Innenräumen ist er mit einer besonderen Technologie ausgestattet, die den Staub bereits schluckt, bevor er zu Boden fällt. Die Bedienoberfläche erlaubt die Einstellung von 3 Lüftergeschwindigkeiten, Automatikbetrieb, Nachtmodus und Autostart. Im Nachtmodus läuft der Luftreiniger mit niedriger Geschwindigkeit; außerdem sind die LED-Leuchten gedimmt.

Im Autostart-Modus geht der DustMagnet automatisch mit der zuvor eingestellten Lüftergeschwindigkeit an den Start. Das ist hilfreich, wenn das Gerät vom Strom getrennt war oder eine Zeitschaltung verwendet wird. Eine fünfstufige farbige Anzeige informiert in Echtzeit über die Luftqualität im Raum und erinnert zu gegebener Zeit an den Filterwechsel.

Mit Zweitnutzen und Vernetzung

Mit seiner Ablagefläche bietet der Luftreiniger praktischen Zweitnutzen

Wie alle Luftreiniger von Blueair wird auch der DustMagnet in Schweden entwickelt und aus nachhaltigem und hochwertigem Material hergestellt. Dabei zeigt sich der DustMagnet eher als ein Design-Möbelstück denn als technisches Gerät. So ist die Oberfläche in Form einer kleinen Tischplatte gestaltet und dient als praktische Ablagefläche. Darüber hinaus ist der Luftreiniger mit vernetzten Funktionen und der Geofencing-Technologie ausgestattet und kann so von überall aus gesteuert werden. Über die Blueair-App erhöht sich nicht nur den Bedienkomfort, sondern sie bietet auch weitere Funktionen: So schaltet der DustMagnet beispielsweise im Welcome Home-Modus bei Verlassen der Wohnung in den Standby-Modus und schaltet sich beim Ankommen zuhause automatisch wieder ein.

Das Filtersystem

Die Filter sind für den einfachen Wechsel in praktischen Schubladen untergebracht

Für ein optimales Reinigungsergebnis werden Staubpartikel wie ein Magnet angezogen und durch einen starken Luftstrom in Kombination mit zwei positiv geladenen Vorfiltern in der Luft aufgegangen und entfernt. Der Vorfilter ist in einer Filterschublade oben im Gerät untergebracht, der Hauptfilter in der unteren Schublade. Zusätzlich werden Bakterien und Viren inaktiviert und dank HEPA-Filter (von Blueair HEPASilent-Technologie genannt) 99,97% der Allergene, Pollen, Schimmelpilze, Tierhaare und Mikroplastik bis zu einer Größe von 0,1 Mikrometern aus der Luft entfernt. Die Aktivkohle im DustMagnet-Filter ist für die Beseitigung unangenehmer Haushaltsgerüche und Rauch zuständig.

Mit App noch komfortabler

Für den praktischen Test platzieren wir den Blueair DustMagnet in einem ca. 20 qm großen Raum. Wir montieren die vier kleinen Standfüße unter das Gerät; diese werden einfach in die dafür vorgesehenen Löcher geschraubt. Dann müssen wir die beiden Filtereinheiten herausnehmen, die Schutzverpackung entfernen und die Filter wieder einsetzten. Das funktioniert ebenfalls im Handumdrehen. Anschließend versorgen wir den Luftreiniger mit Strom, und es kann losgehen – fast, denn wir wollen auch testen, wie gut sich das Gerät mit der Blueair-App steuern lässt. Dazu laden wir die App auf ein Smartphone und folgen den Anweisungen, um unseren Testkandidaten mit der App zu verbinden. Die WLAN Anzeige am Luftreiniger zeigt nach kurzem Blinken den erfolgreichen Kontakt.

Die Blueair-App ist schnell gefunden und auf das Smartphone geladen…
...gemäß den Anweisungen für unseren Testkandidaten eingerichtet…
…und mit den gewählten Einstellungen bereit für den Einsatz

Noch herrscht dicke Luft im Testraum

Die Blueair-App zeigt uns die aktuell vom Luftreiniger ermittelte Luftqualität im Raum...
...und die weitere Verbesserung nach dem Umschalten vom Automatikmodus auf den manuellen Betrieb

Bevor wir den Blueair DustMagnet seine Reinigungsarbeit verrichten lassen, treiben wir den PM 2,5 Wert im Testraum durch das Abbrennen eines Räucherstäbchens in die Höhe; es riecht recht pikant im Raum und unsere Messgeräte zeigen einen Wert von rund 260 µm/m³. Dann schalten wir den Luftreiniger via App ein. Die kleine Farbanzeige vorne am Gerät leichtet rot für stark verschmutzte Luft. Wir wählen den Automatikbetrieb und sehen an unserer Messkurve, dass nach einer Laufzeit von 45 Minuten der PM 2,5 Wert auf unter 60 gesunken ist ; der PM 10 Wert hat sich bei 70 eingependelt. Wir stellen fest, dass der Wert im Automatikbetrieb nicht weiter fällt. Deshalb wechseln wir zum manuellen Betrieb und sind gespannt, ob der Blueair DustMagnet die Luftqualität noch weiter verbessern kann. Und tatsächlich - nach weiteren 45 Minuten im manuellen Betrieb auf höchster Lüfterstufe ist die Feinstaubbelastung PM 2,5 und auch PM 10 im Testraum laut unserer Messung gleich Null.

Die Luft ist rein!

Die Vergleichsmessung der Luftqualität im Raum mit unserem professionellem Messgerät zeigt: Der Blueair DustMagnet hat innerhalb von 1,5 Stunden ganze Arbeit geleistet und die Feinstaubelastung im Testraum auf Null gebracht

Die Anzeige am DustMagnet für die aktuelle Luftqualität leuchtet blau für hervorragende Werte, und auch unser Schnuppertest vermittelt uns den Eindruck guter Raumluft. Bei starker Belastung der Raumluft ist es also ratsam, den manuellen Modus zu wählen, da die Automatikfunktion nicht ausreizt, was das Gerät eigentlich an Luftreinigungsleistung zu bieten hat.

Ruhe in der Nacht und Autostart
Wir testen anschließend, wie gut der Nachtmodus funktioniert. Bei dieser Einstellung läuft der Luftreiniger automatisch auf niedriger Lüftergeschwindigkeit und auch die LEDs sind gedimmt. Die Helligkeit der LEDs lässt sich übrigens über die Blueair-App einstellen. Auch die Autostart-Funktion tut was sie soll, in dem der Blueair DustMagnet automatisch mit der zuvor eingestellten Lüftergeschwindigkeit den Betrieb aufnimmt.

Zur Messung und Unterteilung von Feinstaub gibt es verschiedene Kategorien

  • PM10 – so wird Feinstaub mit einem Durchmesser kleiner als 10 µm Mikrometer bezeichnet. Darunter fallen beispielsweise Hausstaub, Pollen und Schimmelsporen
  • PM2.5 – hier geht es um Feinstaub mit einem Durchmesser kleiner als 2,5 µm; darunter fallen beispielsweise Bakterien, Verbrennungspartikel oder Asbeststaub
  • PM1 ist Ultrafeinstaub mit einem Durchmesser kleiner als 1 µm. In diese Kategorie gehören zum Beispiel Rußpartikel und Viren 

Als Zielwert zum Schutz der menschlichen Gesundheit gilt laut Umweltbundesamt in Deutschland derzeit ein Grenzwert bei der PM 2,5 -Belastung von 25 µg/m³ als verbindlich.

Fazit

Komfortabel, gutaussehend und leistungsstark - der Blueair DustMagnet 5240i

Der Blueair DustMagnet 5240i ist ein sehr gut verarbeiteter Luftreiniger und zeigt sich in einem feinen Design. Er ist handlich, leicht und dank seiner Ablagefläche als Beistelltischchen zu nutzen. Er ist ausgelegt für Räume mit einer Größe zwischen 20 qm und 48 qm. Die Bedienung am Gerät und über die Blueair-App ist einfach und komfortabel. In unserem Test hat der Blueair DustMagnet die Raumluft von dem absichtlich erzeugten hohen Feinstaubwert innerhalb von 45 Minuten im Automatikbetrieb auf knapp unter 60 µg/m³ gesenkt. Nach weiteren 45 Minuten im manuellen Betrieb auf höchster Leistungsstufe ist laut unserer Messungen die Luft im Testraum von Feinstaub befreit. Der Blueair DustMagnet kostet 409 Euro (UVP) und erhält von uns ein sehr gut.