Mit ihrer Möglichkeit, Speisen fettarm zu Garen, liegen Heißluftfritteusen nach wie vor voll im Trend, und das gilt nicht nur für Klassiker wie Pommes Frites. Dass man dabei noch ordentlich Energie sparen kann, ist ein überaus positiver Nebeneffekt. Vorbei sind nämlich die Zeiten, in denen man für ein Backblech voller Tíefkühl-Pommes den kompletten Backofen für mindestens eine halbe Stunde anwerfen musste, denn um die gleiche Menge Pommes zu frittieren benötigen die meisten Heißluftfritteusen nicht einmal halb soviel Strom wie ein Backofen.
Energiesparend und ohne Fett garen:Neun Heißluftfritteusen im Test Testredakteur: Thomas Johannsen, 15. Mai 2026, Fotos: Hersteller, Technikzuhause
Für den kleinen Ein- bis Zweipersonenhaushalt oder den Snack zwischendurch ist die sparsamere Fritteuse also die ideale Ergänzung, wenn sich sogar Ersatz für den Backofen. Zumal die meisten aktuellen Fritteusen sehr gut auch mit Kleingebäck zurechtkommen, und sich zum Auftauen von Tiefgefrorenem sogar deutlich besser eignen.
Testprozedere
Beim ersten Durchgang mussten sämtliche Kandidaten von Zimmertemperatur auf 190 Grad Zieltemperatur aufheizen und diese möglichst genau halten. Bei den Heißluftfritteusen mit zwei getrennten Heizzonen musste eine der Zonen auf 160 Grad, die andere auf 200 Grad aufgeheizt werden, um dann die Temperaturen eine gute Viertelstunde zu halten. Die Messungen haben wir für jede Heißluftfritteuse Aufgezeichnet und dokumentiert. In der heißen Phase machen wir noch ein Foto mit der Wärmebildkamera von der Heißluftfritteuse, um sicherzustellen, dass die frei berührbaren Flächen nicht zu warm werden und vor allem der Griff des Frittier-Korbes schön kühl bleibt, hier haben wir allerdings keinerlei auffällige Ausreißer gefunden.
Nach den Messungen gehen wir zur Praxis über. In der nächsten Phase werden 500 Gramm Tiefkühl-Pommes zubereitet, diese Menge entspricht in etwa zwei Portionen und ist damit ziemlich nah an der Praxis. Wir orientierten uns an den Einstellungen, welche der jeweilige Hersteller vorgibt. Dabei konnten wir gleichzeitig einen Blick in die Anleitung werfen, und uns davon überzeugen, ob und in welchem Maße die Hersteller auf die unterschiedlichen Darreichungsformen der beliebten Kartoffelschnitzel eingehen. Neben Tiefkühl-Pommes in dicker oder dünner Ausführung nehmen die Fritteusen nämlich auch handgemachte aus frischen Kartoffeln an, selten wird auch der Tipp vergessen, hier dann doch etwas Öl beizugeben, weil die Pommes aus frischen Kartoffeln so etwas krosser werden.
Während der Zubereitung messen wir dann auch den Stromverbrauch der für die Zubereitung einer doppelten Pommes notwendig ist. Die fertigen Pommes werden bezüglich gleichmäßiger Bräunung und Konsistenz und nicht zuletzt nach Geschmack beurteilt. Ganz zum Schluss steht selbstredend die Reinigung der Geräte an, wo sich dann Vor- und Nachteile mancher Konstruktionsweise von einer ganz anderen Seite zeigt.
Sie finden sämtliche von uns gemessenen Werte unten in den Tabellen aufgelistet.
Saubere Sache – optimale Reinigung
Die Körbe aller Heißluftfritteusen dieses Tests sind laut Spezifikationen für die Spülmaschine geeignet. Das ist zwar sehr komfortabel, allerdings ist die Reinigung per Hand nach Möglichkeit vorzuziehen, weil es in der Spülmaschine auf Dauer doch zu Abnutzungserscheinungen kommt, und sei es nur durch den möglichen „Zusammenstoß“ mit anderem Geschirr.
Die Hersteller befinden sich mit Ihren Angaben logischerweise immer auf der sicheren Seite, da in den meisten Spezifikationen die Rede von „spülmaschinengeeignet“ ist, im Gegensatz zu „spülmaschinenfest“. Letzteres garantiert eine dauerhafte Reinigung in der Spülmaschine ohne Abnutzung oder Beschädigung, bei "spülmaschinengeeigneten Geräten" ist das nicht der Fall. Dank der Beschichtung der Körbe und ihrer Teile, sowie dem besonders sparsamen Einsatz von Fett, lassen sich die Oberflächen auch unter fließendem Wasser einfach reinigen. Außerdem sollte man die bei einigen Geräten zusätzlich eingesetzten Frittier-Einlagen und -Gitter zum Reinigen rausnehmen, da sich darunter oft noch Pommes oder andere Kleinteile festklemmen können. Sind die Gitter einmal rausgenommen, sind diese und der Rest auch schnell per Hand sauber gemacht.
Braun HF 5055l
Die Braun HF 5055l gehört zu den Heißluftfritteusen mit Einzelkorb, der wie meist üblich als Schublade eingesetzt wird. Mit sechs Litern Volumen eignet sich dieser zum Garen eines ganzen Hähnchens, ohne dass man die Geflügelschere bemühen muss. Ausschlaggebend hierfür ist allerdings nicht nur das Volumen, sondern vor allem auch die Bauhöhe des Korbes. Der Korb selbst verfügt über ein Sichtfenster, so kann man das Gargut im Blick behalten, ohne die Schublade öffnen zu müssen.
Die Bedienung erfolgt in erster Linie per Touchfeld, wo die insgesamt 15 Programme über die Icons abrufbar sind. Für die individuelle Einstellung von Zeit und Temperatur setzt man hier auf einen Drehknopf, der auf Druck zudem die Fritteuse startet. Die Bedienung ist damit so intuitiv, dass der Blick in die Anleitung nicht unbedingt erforderlich ist. lediglich das netzkabel ist mit knapp 70 Zentimetern etwas kurz geraten, bei den meisten Konkurrenten erreicht man mit rund 20 Zentimetern mehr eine etwas flexiblere Aufstellung.
Bevor wir unsere obligatorischen 500 Gramm Pommes in den Frittierkorb werfen, messen wir wie immer die Zeit, welche die Fritteuse benötigt, um auf 190 Grad aufzuheizen, was die HF 5055l binnen zweieinhalb Minuten erledigt. Dann geht es endlich an den eigentlichen Praxistest, nämlich dem Frittieren von 500 Gramm Tiefkühl-Pommes, und zwar wie stets mit den Vorgaben des entsprechenden Programms, also für mindestens 23 Minuten bei einer Temperatur von 200 Grad. Nach etwa der halben Garzeit werden wir von einem entsprechenden Signal daran erinnert, die Pommes einmal kräftig durchzuschütteln, was bei der Größe des Korbes zwar etwas Kraft erfordert, allerdings auch genügend Schwung zulässt, ohne dass ein Teil der Pommes über die Kante hüpft. Nach 23 Minuten, die in der Anleitung als Minimum angegeben wird, sind die Pommes fertig. Sie haben eine besonders gleichmäßige Bräunung, was man durch das Sichtfenster sehr gut beurteilen kann, und eine knusprige Oberfläche.
Die anschließende Reinigung geht ebenfalls problemlos vonstatten, da man sich bei der HF 5055l eine Frittier-Einlage im Korb gespart hat, die man dann auch nicht herausangeln muss. Der komplette Korb ist zudem spülmaschinengeeignet, lässt sich jedoch per Hand besser Reinigen, das man so besser in die Ecken am Sichtfenster und dessen Befestigungsschrauben gelangt.
Fazit
Die Braun HF 5055l verfügt über einen voluminösen Frittierkorb, in dem mühelos selbst ein ganzes Hähnchen zubereitet werden kann. Die Bedienung mit einer Kombination aus Drehknopf und Touch ist eingängig und die Verarbeitung des Gerätes gibt ebenfalls keinen Anlass zur Kritik.
Vorteile
- Frittierkorb für ganzes Hähnchen geeignet
- Kurze Aufheizzeit
- Enger Temperatur-Regelbereich
Nachteile
- Netzkabel sehr kurz
Caso AirFry & PizzaChef
Beim AirFry & PizzaChef von Caso lässt der Name schon vermuten, dass es sich um mehr als eine gewöhnliche Heißluftfritteuse handelt. Schon das Gehäuse weicht von der sonst üblichen Bauweise ab, die Caso hat eine größere Stellfläche als die meisten Kollegen, ist dafür jedoch nicht so hoch wie diese. Das Touchdisplay befindet sich auf der Oberseite, und ist bei der geringen Höhe tatsächlich besser zu sehen und zu bedienen, als wäre es an der Frontseite. Zieht man die Schublade heraus, fällt sogleich auf, dass diese zwar mit sechs Zentimetern eher flach ausfällt, dafür aber in der Fläche locker Platz für eine Pizza mit 30 Zentimetern Durchmesser bietet. Wir haben bei unserem obligatorischen Praxistest beim Frittieren von Pommes Frites zudem einen Vorteil dieser Konstruktionsweise feststellen können, aber dazu später mehr.
Erstmal fällt zudem auf, dass die Caso zwar über ein Sichtfenster verfügt, dieses sich jedoch nicht am Korb, sondern darüber befindet. Das erleichtert die Reinigung des Korbes erheblich, weil sich dadurch keine unzugänglichen Winkel oder überstehenden Schraubenköpfe an der Schublade befinden.
Bevor es jedoch ans Reinigen geht, soll die Casio erstmal zeigen, wie es mit der Zubereitung verschiedener Mahlzeiten aussieht. Außer zum Frittieren und Aufwärmen kann man die Fritteuse auch zum Dörren von Obst und Gemüse nutzen, was kaum verwunderlich ist, da sich die große Fläche des Korbes förmlich dazu anbietet. Folgerichtig steht dann auch ein entsprechendes Preset zur Verfügung, in dem man bei niedriger Temperatur über mehrere Stunden dörren kann. Für unseren obligatorischen Praxis-Test füllen wir jedoch 500 Gramm Tiefkühl-Pommes ein, die sich hier besonders gut auf der großen Fläche verteilen lassen, und starten das vorgesehenen Programm, mit einer Temperatur von 200 Grad für 20 Minuten. Nach etwa der halben Garzeit ermahnt uns die Caso dazu, die Pommes einmal kräftig durchzuschütteln, damit sie auch von allen Seiten möglichst gleichmäßig gebräunt werden. Das ist nach zwanzig Minuten dann auch der Fall, wobei sie manchen Genießern dann beinah schon zu kross erscheinen mögen. Glücklicherweise hat man dank des Sichtfensters den Bräunungsgrad jederzeit im Blick und kann den Garvorgang auch vorher einfach abbrechen. Uns waren sie so gerade recht, wenngleich mit verbesserter Schütteltechnik sicher ein gleichmäßigeres Ergebnis erzielt werden kann.
Besonders einfach gestaltet sich dann die anschließende Reinigung, da wie bereits erwähnt, im Korb keine unzugänglichen Winkel das Putzen erschweren. Der Korb darf zudem komplett in die Spülmaschine gesteckt werden, obwohl das in den meisten Fällen gar nicht notwendig ist.
Fazit
Die Caso AirFry & PizzaChef bietet durch ihre Bauweise echten Zusatznutzen, so lässt sich nicht nur eine Pizza in dem großen Korb zubereiten, auch anderes Gargut profitiert von der großen Fläche, nicht zuletzt beim Dörren von Obst und Gemüse. Da lässt sich leicht verschmerzen, dass eben kein ganzes Hähnchen in den Korb passt, im Zweifel kann da nämlich eine gute Geflügelschere Abhilfe schaffen.
Vorteile
- Goße Korbfläche liefert sehr gute Ergebnisse
- Heizt sehr schnell auf
- Trotz Sichtfenster leichte Reinigung
Nachteile
- Für ganzes Hähnchen zu flach
Gastroback Heat & Crisp Family 8 L
Heiß und kross, das soll die Gastroback Heat & Crisp Family 8 L können, und zwar für die ganze Familie. Für die Zubereitung entsprechend großer Mengen spricht auf jeden Fall der mit acht Litern tatsächlich besonders voluminöse Korb, in welchem beispielsweise auch ein größeres Hähnchen problemlos gegart werden kann, sodass es zumindest für einen Drei-Personen-Haushalt reichen sollte. Interessant ist, dass das Volumen dieser Single-Heißluftfritteuse kaum kleiner ist als bei der ebenfalls hier getesteten Duo Family 9L, die allerdings mit dem Komfort zweier getrennt steuerbarer Körbe punkten kann.
Damit kann die Heat & Crisp Family 8 L zwar nicht dienen, allerdings beansprucht sie auch deutlich weniger Stellfläche als die große Schwester. Verarbeitet ist sie in üblich hoher Gastroback-Qualität, mit großem Touchdisplay, auf dem die zehn Programme in aussagekräftigen farbigen Icons abgebildet sind. Im Frittierkorb gibt es nicht nur die übliche Frittier-Einlage, sondern auch ein zusätzliches Gitter, auf dem man beispielsweise Fisch rundum garen kann, ohne ihn wenden zu müssen.
In unserem Test kommen jedoch die obligatorischen 500 Gramm Pommes in den Korb, und dies ohne Gitter. Das entsprechende Programm sorgt dann innerhalb von nur 18 Minuten bei 200 Grad für ein knuspriges und einheitlich gebräuntes Resultat. Die vorangegangene Messung (mit leerem Korb) hatte allerdings ergeben, dass die tatsächliche Temperatur im Korb die eingestellte Zieltemperatur von 190 Grad leicht überschreitet. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte daher die Temperatur auf 190 Grad korrigieren und dafür die Pommes ein paar Minuten länger drinnen lassen, das Sichtfenster gibt zudem stets Auskunft über den aktuellen Garzustand.
Die Reinigung gestaltet sich aufgrund der hochwertigen Beschichtung sowohl vom Gitter als auch von der Frittier-Einlage und dem Korb als unproblematisch, zumal die Befestigungsschrauben vom Sichtfenster gut abgerundet und zudem leicht versenkt eingesetzt sind. Korb und Einlage dürfen zudem getrost in die Spülmaschine.
Fazit
Gastroback liefert mit der Heat & Crisp Family 8 L eine Heißluftfritteuse, die selbst für einen Drei-Personen-Haushalt in den meisten Fällen ausreicht. Sie ist trotz ordentlicher Verarbeitung und guter Leistung und praxisgerechter Ausstattung ausgesprochen günstig.
Vorteile
- Großer Korb für ganzes Hähnchen
- Günstig
Nachteile
- Temperatur etwas höher als eingestellt
Heinrich´s HFR 8219
Küchengeräte von Heinrich´s sind hierzulande noch nicht sehr lange auf dem Markt, das trifft auch auf die Heißluftfritteuse HFR 8219 zu. Diese verfügt mit satten neun Litern Volumen über den größten Einzelkorb die wir bislang getestet haben. Da kann selbst ein großes Masthähnchen in einem Stück nebst Zutaten gegart werden, oder entsprechend große Portionen anderer Gerichte, sodass man locker drei Personen satt bekommt, mitunter sogar vier. Die Bedienung erfolgt über ein farbiges Touchdisplay, dessen Icons aus echten Fotos bestehen und nicht etwa einfachen Piktogrammen. Hier findet man unter anderem auch das Icon für das Programm zum Pizzabacken, tatsächlich darf die Pizza einen Durchmesser von 25 Zentimetern haben, ohne dass man sie vor dem Backen zerschneiden muss. Bei der Platzsuche in der Küche ist die HFR 8219 allerdings entsprechend anspruchsvoll, was nicht nur an der logischerweise großen Stellfläche liegt. Das Netzkabel mit knapp 70 Zentimetern Länge begrenzt den Abstand zur nächsten Steckdose auf eben diese Länge, andere bieten da mindestens 20 Zentimeter mehr.
Die 500 Gramm Pommes, die wir zum Test frittieren, sollen 20 bis 25 Minuten bei 200 Grad garen. Sie waren bereits nach 20 Minuten fertig, wie wir anhand des Sichtfensters ausmachen konnten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass man sie auf dem großen Boden des Frittierkorbes sehr gut verteilen kann, und kaum übereinander zu liegen kommen. Nach etwa der Hälfte der Garzeit wird man daran erinnert, dass man die Pommes einmal kräftig durchschütteln sollte, was wegen der hohen Ladekante des Korbes ebenfalls sehr gut gelingt. Dabei erwies sich die HFR 8219 mit einem Verbrauch von 0,421 Kilowattstunden als sparsamstes Gerät in diesem Test.
Beim anschließenden Reinigen zeigt sich die Heinrich´s HFR 8219 unkompliziert; man muss einfach die Frittier-Einlage herausnehmen, gegebenenfalls darunter festgeklemmte Pommes oder anderes Gargut heraus holen, um dann Korb und Einlage im Spühlbecken reinigen. Zwar sind beide auch spülmaschinengeeignet, allerdings ist der Korb tatsächlich sehr groß und schonender geht es einfach per Hand.
Fazit
Die Heinrich´s HFR 8219 ist eine voluminösesten Heißluftfritteusen mit Einzelkorb, die wir im Test hatten. Sie reicht in den meisten Fällen aus, um selbst eine kleine Familie satt zu bekommen, sofern man auf den Komfort einer Fritteuse mit zwei Zonen verzichten möchte.
Vorteile
- Sehr großer Korb für ganzes Hähnchen
- Sparsam
Nachteile
- Netzkabel sehr kurz
Vier Heißluftfritteusen mit Single-Korb
| Hersteller | Braun | Caso | Gastroback | Heinrich´s |
|---|---|---|---|---|
| Typ | HF 5055l | AirFry & PizzaChef | Heat & Crisp Family 8 L | HFR 8219 |
| Preis | 159,00 € | 149,00 € | 109,99 € | 159,90 € |
| Leistungsaufnahme | 2000 W | 2850 W | 2000 W | 1800 W |
| Kapazität, Volumen (Hersteller-Angaben) | 6 Liter | 6 Liter | 8 Liter | 9 Liter |
| Frittierkörbe | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Ganzes Hähnchen (1,5 kg getestet) | ja | nein | ja | ja |
| Funktionen | Frittieren, Backen, Grillen | Frittieren, Rösten, Warmhalten, Dörren | Frittieren, Backen, Braten, Warmhalten | Frittieren, Backen, Braten |
| Anzahl Programme | 15 | 11 | 10 | 10 |
| Touch-Bedienung | ja | ja | ja | ja |
| Display | ja | ja | ja | ja |
| Wende-/Schüttelerinnerung | ja | ja | ja | ja |
| Zeitbereich | 1 - 60 Minuten/1-Min-Schritte | 1–60_Minuten in 1-Min-Schritten, 1 St. bis 12 Std. in 10-Min-Schritten | 1 - 60 Minuten/1-Min-Schritte, 1 – 120 Minuten in 1-Min. Schritten (Warmhalten) | 1 - 60 Minuten/1-Min-Schritte |
| Temperaturbereich | 80°C – 220° C in 5° Schritten, | 120–230_°C in 5° Schritten, 50°C – 100°C in 5°-Schritten | 80°C – 200° C in 5° Schritten, 60°C – 90 °C in 5° Schritten | 80 °C – 200 °C in 5° Schritten |
| Trockenfrüchte-Programm | nein | ja | nein | nein |
| Spülmaschinengeeignet (Korb und Zubehör) | ja | ja | ja | ja |
| Kabellänge | 0,7 Meter | 0,95 Meter | 0,95 Meter | 0,7 Meter |
| Sichtfenster | ja | ja | ja | ja |
| Stromverbrauch/500 Gramm Pommes (=2 Portionen) | 1766 W max 0,489 kWh | 2266 W max 0,489 kWh | 1767 W max 0,433 kWh | 1594 W max 0,421 kWh |
| Aufwärmzeit auf 190°C | 2:32 Minuten | 2:10 Minuten | 3:05 Minuten | 2:56 Minuten |
| Regelbereich bei Einstellung 190°C | 167°C – 197°C | 189°C – 201°C | 191°C – 203°C | 174°C – 200° C |
| Lieferumfang | Heißluftfritteuse, Frittierkorb, Quickstart | Heißluftfritteuse, Frittierkorb, Anleitung | Heißluftfritteuse, Frittierkorb mit Frittiereinlage, Anleitung | Heißluftfritteuse, Frittierkorb mit Frittiereinlage, Anleitung |
| Abmessungen | 28 x 33,5 x 27 cm | 42 x 19,5 x 37,7 cm | 39,5 x 27,7 x 31 cm | 31,8 x 33,9 x 40,3 cm |
| Gewicht | 5,1 kg | 6,1 kg | 5,5 kg | 5,7 kg |
Braun TD 5073I
Die Braun TD 5073l ist eine typische Heißluftfritteuse mit zwei Zonen, die sich durch zwei nebeneinander liegende Schubladen beziehungsweise Frittierkörbe kennzeichnet. Jeder Korb hat ein Volumen von fünf Litern. Die Körbe lassen sich auf unterschiedliche Weise kombinieren: Eine Kombination ist, das Gargut schlicht auf beide Körbe aufzuteilen und die Fritteuse wie ein Single-Gerät einzusetzen. Man nennt das dann den Synchron-Betrieb, bei dem eine Zone eingestellt wird um sie dann mit nur einem Tastendruck mit der zweiten zu synchronisieren. Das geht übrigens auch mit unterschiedlichem Gargut, welches aber die gleiche Garzeit und Temperatur benötigt. Hat man indes in jeder Zone ein anderes Gargut, wird jede einzeln eingestellt, um dann mit der „Match“-Taste zu erreichen, dass beide zu etwa der gleichen Zeit gar sind. Die Zonen, beziehungsweise Körbe sind dabei so gut gegeneinander isoliert, dass man selbst große Temperatur-Unterschiede gewährleisten kann.
Mit einem Drehknopf lässt sich bei der TD 5073I für jede Zone ein anderes Programm auswählen, oder man wählt jeweils Temperatur und Zeit über entsprechende Touchfelder aus. Dann nur noch wahlweise die „Match“- oder die „Sync“-Taste aktiviert um schließlich mit einem Druck auf den besagten Drehknopf die Fritteuse zu starten.
Nach der üblichen Messung von Aufheizdauer und Einhaltung der getrennten Zieltemperaturen beider Zonen, geht es wie stets in unserem Test an die Hauptaufgabe der Heißluftfritteuse, nämlich das Frittieren von 500 Gramm Pommes. Diese füllen wir in einen der beiden Körbe und lassen sie nach Programm für ganze 30 Minuten bei 180 Grad garen. Diese Garzeit ist zwar ungewöhnlich lang, was dann allerdings auch einen höheren Energiebedarf als die Konkurrenz zur Folge hat. Die Braun mahnt in dieser Zeit zweimal das Durchschütteln der Pommes an, nämlich nach jeweils zehn Minuten. Das Ergebnis kann mit gleichmäßiger Bräunung und knuspriger Konsistenz überzeugen. Zwar soll man jeden Korb mit bis zu einem Kilo Pommes befüllen, wir raten allerdings dazu, sich pro Korb mit der Hälfte zu begnügen und dann die Sync-Funktion zu nutzen. Die geringere Menge wird besser von der Heißluft umströmt und dadurch gleichmäßiger gegart.
Da die Frittier-Einlagen und Körbe über eine entsprechende Beschichtung verfügen, sind sie selbst in der Spüle leicht zu reinigen. Wie üblich sind sie zudem spülmaschinenfest, wenngleich das aus praktischer Sicht nur die Frittier-Einlagen sinnvoll erscheint. Die Reinigung der eigentlichen Körbe ist einfach, weil das Sichtfenster nicht im Korb, sondern darüber im Gehäuse ist. Die Körbe haben also keinerlei Ecken und Kanten, die schwer zu reinigen sind.
Fazit
Die Braun TD 5073l ist eine überaus vielseitige Heißluftfritteuse, sie bietet praktische Detaillösungen, ist einfach zu bedienen und lässt sich zudem leicht reinigen.
- Sehr gutes Ergebnis
- Einfache Bedienung
- Leicht zu reinigen
Nachteile
- Lange Garzeit bei Pommes
Gastroback Duo Family 9L
Mit 4,5 Litern Volumen je Frittierkorb gehört die Gastroback Duo Family 9L eher zu den kompakten Doppelfritteusen. Damit stellt sie zwar keine allzu großen Ansprüche an den Stellplatz, kann aber auch kein ganzes Hähnchen in einem der Körbe unterbringen. Abhilfe schafft hier allenfalls eine gute Geflügelschere, denn Hähnchenhälften passen sehr wohl. Bedientechnisch setzt Gastroback auch hier auf ein reines Touchscreen-Bedienfeld, das sich oberhalb der Schubladen befindet, leicht pultförmig nach hinten geneigt. In der Mitte sind die Icons der zehn Programme aufgelistet, rechts und links daneben kann man die Individuellen Einstellungen von Zeit und Temperatur der beiden Zonen vornehmen. Natürlich darf auch die „Sync“-Taste nicht fehlen, welche die Einstellungen einer Zone auf die andere Überträgt, sowie die „Match“-Taste, die bei unterschiedlichen Einstellungen der beiden Zonen für einen gemeinsamen Garzeitpunkt sorgt.
Unsere Messungen der Aufheizdauer und der Einhaltung der voreingestellten Temperaturen von 160 Grad für Zone eins und 200 Grad für Zone zwei ergibt auf beiden Seiten stabile, voneinander unabhängige Temperaturen mit kleinem Regelbereich rund um die Zieltemperaturen. Zone eins erlangt nach gut zwei Minuten die eingestellten 160 Grad, Zone zwei benötigt für 200 Grad genau drei Minuten, dabei wird der Abstand von 40 Grad zwischen beiden Zonen stets penibel eingehalten.
Nach den Messungen wird es Zeit für den Pommes-Praxistest. Wir füllen also einen der Körbe mit 500 Gramm Tiefkühl-Pommes und starten das entsprechende Programm. Nach 20 Minuten bei 200 Grad sind die Pommes fertig, was man gut durch das Sichtfenster im Korb beobachten kann, um eine gleichmäßige Bräunung zu erhalten, gibt die Gastroback nach etwa zehn Minuten das Signal zum Durchschütteln des Garguts. Das Ergebnis kann sich mit seiner gleichmäßigen Bräunung sehen lassen, darüber hinaus sind die Pommes wie gewünscht außen schön knusprig geworden.
Nach dem Genuss kommt meistens die Arbeit, denn auch die Körbe der Duo Family 9L sollten nach jedem Durchgang gereinigt werden. Das stellt jedoch auch kein größeres Problem dar, weil die Frittier-Einlagen wie meistens spülmaschinengeeignet sind. Allerdings lassen sich Frittierkörbe und -Einlagen Dank der Beschichtung auch ohne viel Aufwand im Spülbecken reinigen, so kommt man auch besser in die Ecken, die von den Sichtfenstern gebildet werden.
Fazit
Die Gastroback Duo Family 9L arbeitet am liebsten für einen Drei-Personen-Haushalt, man kann größere Gerichte auf beide Körbe aufteilen, oder einfach verschiedene Speisen mit unterschiedlichen Garzeiten kombinieren. Zwar passt in den einzelnen Korb kein ganzes Hähnchen, dieses Problem lässt sich jedoch leicht mit Hilfe einer Geflügelschere lösen.
Vorteile
- Exakte Temperatursteuerung
- geringer Energiebedarf
- Hochwertig verarbeitet
Nachteile
- Zu klein für ganze Hähnchen
Klamer Heißluftfritteuse Duo 9L
Mit geschlossener Front und klaren Linien, so präsentiert sich die Klamer Duo 9L. Es gibt sie außer in Schwarz auch in Silber, Kupfer und mit Holzgriffen. Für eine aufgeräumte, geschlossene Frontpartie hat man sogar auf die mittlerweile weit verbreiteten Sichtfenster mit Blick auf das Gargut verzichtet. Dafür ist die Klamer besonders einfach zu reinigen. Die Schubladen fassen jeweils 4,5 Liter Volumen, was allerdings für die Zubereitung eines ganzen Hähnchens definitiv zu eng ist, sodass nur gezieltes Zerteilen des Geflügels weiterhilft. Dafür steht ein Dörrprogramm für Früchte zur Verfügung. Oberhalb der Schubladen spannt sich das breite Touchdisplay auf, hier hat der Hersteller mit spitzem Bleistift gerechnet, das Display ist nämlich einfarbig. Dennoch, oder gerade deshalb hinterlassen die durchdacht angeordneten Icons und Touchflächen einen übersichtlichen Eindruck. Man wählt zuerst die gewünschte Zone aus, stellt wahlweise das gewünschte Programm oder eine individuelle Zeit-Temperatur-Kombination ein und startet dann die Fritteuse. Wie mittlerweile bei Doppel-Fritteusen üblich, steht sowohl eine „Sync“- als auch eine „Match“-Funktion zur Verfügung. Erstere überträgt die für eine Zone eingestellten Wette auf die zweite Zone, während die „Match“-Taste dafür sorgt, dass bei unterschiedlich eingestellten Werten dennoch beide Zonen gleichzeitig fertig sind.
In unserer ersten Messung prüfen wir, wie unabhängig beide Zonen mit sehr unterschiedlichen Temperaturen umgehen; Zone eins stellen wir auf 160 Grad während Zone zwei auf 200 Grad eingestellt wird. Beide erreichen die Zieltemperatur nach gut zwei, beziehungsweise fast drei Minuten Aufwärmzeit, um dann die jeweilige Zieltemperatur sehr penibel einzuhalten.
Nach der Pflicht kommt die Kür, in der wie üblich 500 Gramm Pommes frittiert werden. Wir nutzen dazu nur eine Zone, möchte man mehr als 500 Gramm Pommes zubereiten, ist es durchaus empfehlenswert, nach Möglichkeit beide Zonen zu verwenden, weil dann die besser von der heißen Luft umströmt werden können. Wir starten das entsprechende Programm, in welchem die Pommes für 22 Minuten bei 200 Grad frittiert werden. Auf das Signal hin schütteln wir die Pommes nach etwa der Hälfte einmal kräftig durch. Dabei können wir den ersten Blick auf die Kartoffelstäbchen werfen, denn es gibt ja kein Sichtfenster. Trotz dieses Blindflugs sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden; die Pommes sind gleichmäßig Braun geworden und haben rundum die übliche Kruste bekommen.
Das abschließende Reinigen des Korbes und der Frittier-Einlage geht ebenso einfach, zumal dies der erste Moment ist, in dem man das Sichtfenster tatsächlich nicht vermisst, denn im Korb gibt es dadurch nur ebene Flächen ohne Ecken und Kanten. Das vereinfacht die Reinigung natürlich erheblich, sodass die Spülmaschine erst gar nicht zum Einsatz kommen muss, was sie aber bei Bedarf gerne kann.
Fazit
Die Klamer Duo 9L weiß durch ihre Design-Varianten zu gefallen, wodurch sie grundsätzlich in jeder Küche eine gute Figur macht. Technisch spielt sie auf hohem Niveau, wofür neben der exakten Temperatur-Einstellung auch die einfache Reinigung spricht. Obendrein ist sie ausgesprochen günstig.
Vorteile
- Sehr genaue Temperatursteuerung
- Mehrere Design-Varianten verfügbar
- Günstig
Nachteile
- Kurzes Kabel
Ninja Double Stack XL Heißluftfritteuse 9,5L (SL400EU)
Bei der Double Stack XL geht Hersteller Ninja ungewöhnliche Wege; hier sind die Schubladen der Frittierkörbe nicht nebeneinander untergebracht, sondern übereinander. Das spart Stellfläche und kann in einigen Küchen zum Problemlöser werden. Je Korb steht ein Volumen von 4,75 Litern zur Verfügung, was locker auch für größere Hähnchen reicht. Allerdings verschenkt der Hersteller einen Teil des Standort-Vorteils wieder, indem das Bedienteil der Double Stack XL seitlich angebracht ist. Zu schmal kann der Standort also auch nicht gewählt werden. Ohnehin ist der erste Blick auf das seitlich angedockte Bedienteil etwas befremdlich, weil sich so gar kein Wiedererkennungseffekt einstellt: Hier gibt es keine eindeutigen Icons für die meistgenutzten Voreinstellungen. Stattdessen muss man aus sechs Funktionen die gewünschte auswählen. So steht neben der Airfryer- noch eine Back-, eine Aufwärm-, eine Röst- und sogar eine Dörr-Funktion zur Verfügung. Hat man die gewünschte Funktion ausgewählt, muss man je Zone noch die gewünschte Zeit und Temperatur per Drehknopf einstellen. Mit der „Sync“-Taste muss es nur eine Zone sein, die dann für beide übernommen wird. Wogegen die „Match“-Taste dafür sorgt, dass beide Zonen trotz ungleicher Einstellungen gleichzeitig fertig sind. Im beigelegten, ausführlichen Quick-Start-Guide finden sich die für unterschiedliches Gargut empfohlenen Einstellungen, und obendrein noch reichlich Rezeptvorschläge. Damit man nicht direkt umständlich darin herumblättern muss, hat der Hersteller kurzerhand einen Aufkleber spendiert, auf dem die Einstellungen der gängigsten Gerichte aufgelistet sind. Neben den üblichen Frittier-Einlagen hat die Ninja je ein zusätzliches Gitter für die Körbe, auf denen empfindliche Speisen, wie Fisch oder Gebäck zubereitet werden können.
Beim unserer Pflichtmessung für Doppel-Fritteusen mit unterschiedlicher Zieltemperatur je Zone stellen wir fest, dass diese jeweils deutlich überschritten wird, wenngleich der Temperaturunterschied zwischen den Zonen stets stabil bestehen bleibt. Bei der darauffolgenden Kür, der Zubereitung von 500 Gramm Pommes, orientieren wir uns an den Angaben in der Dokumentation, und stellen die Temperatur für 19 Minuten (18 – 20) auf 210 Grad. Nach der Hälfte der Zeit schütteln wir die Pommes kräftig durch. Da die Ninja keinen entsprechenden Alarm ausgibt, hilft nur der Blick auf den Timer. Außerdem ist dies der erste Moment, wo wir einen Blick auf die Pommes werfen können, da die Schubladen über keine Sichtfenster verfügen. Der Blick nach Ende der Garzeit offenbart, dass die Pommes noch ziemlich blass sind, und auch nicht so Kross wie gewünscht; also legen wir nochmal fünf Minuten nach und bekommen dann nach etwa 24 Minuten das gewünschte Ergebnis.
Bei der abschließenden Reinigung erweist sich einmal mehr das fehlende Sichtfenster als Vorteil, weil es dadurch auch keine schwer zugänglichen Ecken und Kanten gibt. Die Einlagen und die Gitter lassen sich problemlos abspülen, können zudem in die Spülmaschine gesteckt werden. Die Schubladen selbst zwar auch, aber auch hier raten wir zur schonenderen Handwäsche, weil der Aufwand überschaubar ist.
Fazit
Die Ninja Double Stack XL 9,5L erweist sich in manch enger Umgebung als echter Problemlöser, wenngleich der Hersteller nicht das ganze Potential nutzt. Die Bedienung ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig, dafür geht die Reinigung besonders leicht von der Hand.
Vorteile
- Recht schmale Stellfläche
- Leichte Reinigung
Nachteile
- Temperatur zu hoch
- Bedienung umständlich
Panasonic Flex Air Fryer NF-BC1000
Panasonic betritt mit der Flex Air Fryer NF-BC1000 gleich zwei ungewöhnliche Pfade. Obwohl al Duo-Fritteuse ausgelegt, gibt es lediglich eine große Lade, die aber immerhin 9,6 Liter Volumen aufweist. Mithilfe einer sogenannten Duoplex Trennwand, die in der Mitte eingesetzt werden kann, ändert sich das Volumen des Korbes auf 2 x 4,8 Liter. Obwohl lediglich eine dünne Wand die beiden Zonen räumlich und auch thermisch voneinander trennt, soll sie in den nun entstandenen beiden Zonen auch sehr unterschiedliche Temperaturen ebenso sicher voneinander trennen können, wie das bei zwei einzelnen Schubladen der Fall wäre. Zweifellos kann man in der Panasonic ein ganzes Hähnchen zubereiten, sollte ein Fach nicht reichen, nimmt man einfach die Trennwand raus und nutzt den kompletten Garraum. Ob jedoch die Trennung so gut funktioniert, werden wir beim Test sehen. Vorerst gibt es noch ein zweites Alleinstellungsmerkmal zu beachten; Die Fritteusen von Panasonic sind unseres Wissens aktuell die einzigen, bei denen neben heißer Luft auch Dampf ins Spiel kommt, zumindest dort, wo es den Garprozess unterstützen kann. Hierzu trägt die NF-BC1000 quasi Huckepack einen kleinen Wassertank, der von oben befüllt werden kann.
Nun muss man nicht studiert haben, um gezielt Wasserdampf in den Garraum zu sprühen, das macht die Fritteuse bei Bedarf und vor allem gut dosiert vollautomatisch. Das gilt auch für den überwiegenden Rest der Bedienung; insgesamt acht Icons sind auf dem Touchfeld aufgereiht, damit man die Voreinstellungen für einige Standardzubereitungen auf Knopfdruck parat hat. Recht und links daneben gibt es je ein Drehrad, mit dem sich für jede Zone getrennt sowohl Zeit als auch Temperatur einstellen lassen. Ob man dann schließlich den großen Behälter komplett nutzt, oder mithilfe der Trennwand mit zwei Zonen arbeiten möchte, kann man mit den Touchfeldern darunter festlegen. Bei der NF-BC1000 gibt es natürlich auch eine „Sync“-Taste, sollten nämlich die Einstellungen von Zeit und Temperatur in beiden Zonen unterschiedlich sein, erreicht man damit, dass beide zur selben Zeit fertig sind. Eine „Match“-Taste erübrigt sich schlicht, beziehungsweise kann man dafür die Auswahltaste für beide Zonen verwenden, unabhängig davon, ob die Trennwand steckt oder nicht.
Für unsere erste Messung bleibt die Trennwand jedoch drinnen, schließlich wollen wir wissen, ob beide Zonen die eingestellten Temperaturen von 160 Grad und 200 Grad halten können, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Unsere Messung ergibt schließlich, dass beide Zieltemperaturen erreicht werden, wenngleich Zone zwei wenige Grad unter 200 stehen bleibt. Das ist allerdings tolerabel, zumal der Temperaturabstand zwischen beiden Zonen stabil bleibt, nicht anders wie bei Geräten mit getrennten Schubladen.
Die anschließende Kür, also die Zubereitung von 500 Gramm Tiefkühlpommes, erfolgt im ersten Durchgang miteingesetzter Trennwand, also quasi in einer der beiden Zonen. Die Pommes sollen nach Voreinstellung 25 Minuten bei 200 Grad frittiert werden, wobei nach etwa der Hälfte der Zeit die übliche Schüttel-Erinnerung laut gibt. Nach den 25 Minuten ist das Ergebnis zwar in Ordnung, hat aber noch Luft nach oben. Hier könnte man dann zwar noch ein paar Minuten drauflegen, wir hatten indes eine ganz andere Idee: Die nächsten 500 Gramm Pommes verteilen wir einfach auf den kompletten Korb, und lassen die Trennwand schlicht weg. Die Pommes können so viel besser von der heißen Luft umströmt werden, und auch der Schüttelvorgang wird erheblich erleichtert. Das anschließende Resultat gibt uns Recht, und nicht nur das; wir können die Pommes sogar zwei Minuten früher rausnehmen, wie wir gut durch das große Sichtfenster beurteilen können. Die Qualität ist nun wie sie sein soll; die Pommes sind außen kross und gleichmäßig gebräunt, und innen nicht zu trocken.
Die Reinigung erweist sich ebenfalls beinah als Kinderspiel, wenngleich sich hier die große Schublade dann doch als etwas sperriger erweist, als es zwei kleinere wären. Wie üblich ist die Schublade samt Trennwand spülmaschinengeeignet, aber auch hier raten wir eher zur Handwäsche, weil das schonender ist und im Zweifel auch gründlicher, vor allem in den Ecken und Kanten die durch das Sichtfenster entstehen.
Fazit
Dank der Trennwand lässt sich die Flex Air Fryer NF-BC1000 besonders flexibel einsetzen. Die große Fläche des Frittierkorbes bietet dem Gargut sowohl beim Frittieren als auch beim Dörren viel Raum, sodass die heiße Luft optimal strömen kann, bei Bedarf und einigen Speisen sogar mit Hilfe von heißem Dampf.
Vorteile
- Hervorragende Ergebnisse
- Als Single- und Duo-Gerät einsetzbar
- Arbeitet mit Dampf
Fünf Heißluftfritteusen mit Duo-Korb
| Hersteller | Braun | Gastroback | Klamer | Ninja | Panasonic |
|---|---|---|---|---|---|
| Typ | TD 5073I | Duo Family 9L | Heißluftfritteuse Duo 9L | Double Stack XL Heißluftfritteuse 9,5L (SL400EU) | Flex Air Fryer NF-BC1000 |
| Preis | 249,00 € | 139,99 € | 119,99 € | 269,99 € | 209,00 € |
| Leistungsaufnahme | 2400 W | 2900 W | 1700 W | 2500 W | 2450 W |
| Kapazität, Volumen (Hersteller-Angaben) | 2 x 5 Liter | 2 x 4,5 Liter | 2 x 4,5 Liter | 2 x 4,75 Liter | 9,6 Liter (2 x 4,8), inkl. Duplex-Trennwand |
| Frittierkörbe | 2 | 2 | 2 | 2 | 1/2 |
| Ganzes Hähnchen (1,5 kg getestet) | ja | nein | nein | ja (bis 2 kg) | ja |
| Funktionen | Frittieren, Backen, Grillen | Frittieren, Backen, Braten, Warmhalten | Frittieren, Backen, Braten, Warmhalten, Dörren | Frittieren, Backen, Braten, Dörren | Frittieren, Backen, Braten, Dörren |
| Anzahl Programme | 20 | 10 | 9 | 6 | 9 |
| Wende-/Schüttelerinnerung | ja | ja | ja | nein (nur Empfehlung in der Anleitung) | ja |
| Zeitbereich | 1 - 60 Minuten/1-Min-Schritte | 1 - 60 Minuten/1-Min-Schritte, 1 – 120 Minuten in 1-Min. Schritten (Warmhalten) | 1 - 60 Minuten/1-Min-Schritte, 60 – 900 Min in 30-Min--Schritten | 1 - 60 Minuten/1-Min-Schritte, 1 Std. – 4 Std. in 5-Min-Schritten, 1 Std. bis 12 Std. in 15-Min-Schritten | 1 - 60 Minuten/1-Min-Schritte, ab 1 Stunde bis 8 Std. in 1h-Schritten |
| Temperaturbereich | 80°C – 220° C in 5° Schritten, | 80°C – 200° C in 5° Schritten, 60°C – 90 °C in 5° Schritten | 100°C – 200° C in 5° Schritten, 40 ° C – 80 °C. in 5 Min-Schritten | 120°C – 200° C in 5° Schritten, 40°C – 90°C in 5° Schritten | 100°C – 230° C in 5° Schritten, 30 ° C und 40 °C |
| Trockenfrüchte-Programm | nein | nein | ja | ja | ja |
| unabhängige Zonen-Einstellung | ja | ja | ja | ja | ja |
| Spülmaschinengeeignet (Korb und Zubehör) | ja | ja | ja | ja | ja |
| Kabellänge | 0,75 Meter | 0,95 Meter | 0,7 Meter | 0,7 Meter | 0,95 Meter |
| Sichtfenster | ja | ja | nein | nein | ja |
| Stromverbrauch/500 Gramm Pommes (=2 Portionen) | 2379 W max 0,767 kWh | 1525 W max 0,360 kWh | 1306 W max 0,403 kWh | 1192 W max 0,419 kWh | 1276 W max 0,440 kWh / 2102 W max 0,620 kWh |
| Aufwärmzeit auf 190°C | 4:41 Minuten | 2:50 Minuten | 2:38 Minuten | 4:24 Minuten | 4:00 Minuten |
| Aufwärmzeit auf 160°C/200°C | 2:55 Minuten / 5:50 Minuten | 2:20 Minuten / 3:01 Minuten | 2:10 Minuten / 2:48 Minuten | 3:00 Minuten / 5:12 Minuten | 3:00 Minuten / 4:30 Minuten |
| Regelbereiche bei 160° und 200° | 149°C – 165°C / 200°C – 213°C | 159°C – 161°C / 192°C – 209°C | 150°C – 168°C / 188°C – 206°C | 169°C – 173°C / 207°C – 210°C | 155°C – 163°C / 192°C – 198°C |
| Lieferumfang | Heißluftfritteuse, 2 x Frittierkorb mit 2 x Frittiereinlage, Quickstart | Heißluftfritteuse, 2 x Frittierkorb mit 2 x Frittiereinlage, Anleitung | Heißluftfritteuse, 2 x Frittierkorb mit 2 x Frittiereinlage, Anleitung | Heißluftfritteuse, 2 x Frittierkorb mit 2 x Frittiereinlage und 2 x Korbeinlage, Anleitung | Heißluftfritteuse, Frittierkorb, Trennblech, Frittiereinlage, Anleitung |
| Abmessungen | 49,3 x 38 x 42 cm | 37,1 x 47 x 29,8 cm | 31 x 39 x 44 cm | 28 x 47 x 38,5 cm | 27,8 x 37,5 x 47,2 cm |
| Gewicht | 11,9 kg | 7,7 kg | 7,9 kg | 10,3 kg | 9,6 kg |
Vier Heißluftfritteusen mit einer Zone
Fünf Heißluftfritteusen mit zwei Zonen
UVP: 249,00 Euro
Testnote: sehr gut (1,2)
UVP: 139,99 Euro
Testnote: sehr gut (1,2)
UVP: 119,99 Euro
Testnote: gut - sehr gut (1,3)
UVP: 269,99 Euro
Testnote: gut - sehr gut (1,4)
UVP: 209,00 Euro
Testnote: sehr gut (1,2)