Tisch-Grillen de luxe
Teppanyaki-Grill Formitable M1500 im Praxistest
Testredakteur: Vera Sattler und Stefan Witzel, 2.3.2021, Fotos: Formitable, Technikzuhause, Messungen: Technikzuhause

Mit der Familie oder Freunden gemeinsam am Tisch das Essen zubereiten – eine feine Sache. Ein Teppanyaki-Grill hebt dieses gesellige Zusammensein auf eine weitere genussvolle Ebene. Ein Teppanyaki Edelstahlgrill funktioniert wie eine große, perfekt einstellbare, heiße Fläche, auf der gegrillt, gebraten und gekocht wird. Wir haben uns den Formitable M1500 in die Testküche geholt und getestet.

Teppanyaki – heißer Star am Tisch

In vielen noblen, meist japanischen Restaurants ist ein Teppanyaki-Grill in die Zubereitungsfläche für Speisen oder direkt in die Gästetische eingelassen. Wobei die Hardware Teppan und die darauf zubereiteten Speisen Yaki heißen. In japanischen Haushalten finden sich diese Grills als portable Heizplatte. Dabei soll die Zubereitungsart ihren Ursprung in Spanien haben, indem Seefahrer ihre Speisen auf erhitzten Eisenplatten zubereiteten und diese Art des Kochens auf ihren Fahrten bis nach Japan verbreiteten.

Der Formitable Teppanyaki Edelstahlgrill M1500 ist mit stufenloser Temperaturregelung ideal für die fettarme Zubereitung von Fisch, Fleisch, Gemüse und vielem mehr

Verarbeitung und Ausstattung

Der mobile Formitable Teppanyaki M1500 ist aus hochwertigem, 10 Millimeter starkem Sandwichstahl gefertigt, der korrosionsbeständig, temperaturbeständig, langlebig, hygienisch und leitfähig ist. Er hat das Format (B x T x H): 59 × 36 × 7,2 cm und bringt satte 13,5 kg auf die Waage, was auch Ausdruck seiner Wertigkeit ist. Die reine Grillfläche ist 20,4 x 41 cm groß und wird von einem Heizelement beheizt. Die ringsum verlaufende große Ablaufrinne dient zur Aufnahme von überschüssigem Fett und ermöglicht ein fettarmes Grillen. Bedient wird der Grill über einen Drehregler mit Temperaturskala. Die stufenlose Temperaturauswahl liegt im Bereich von 50°C bis 250°C. Auf 0 gedreht schaltet der Grill aus. Eine rote Leuchte zeigt den Betrieb an und eine gelbe das Aufheizen. Durch höhenverstellbare Füße lässt sich der Teppanyaki-Grill exakt waagerecht nivellieren – wichtig, falls man mit Flüssigkeiten arbeitet. Große Tragegriffe, die übrigens während des Grillens kühl bleiben, erleichtern den flexiblen Einsatz des Grills. Hergestellt wird der M1500 von der Firma Formitable in der Vulkaneifel und ist „Made in Germany“. Er wird zudem in einer recyclebaren Verpackung geliefert.

Die stabilen Griffe werden nicht heiß. So kann der Formitable nach dem Grillvergnügen schnell vom Tisch geräumt werden
Die höhenverstellbaren Füße ermöglichen die richtige Aufstellung

Die praktische Anwendung

Mit dem großen, stabilen Drehregler wird die Temperatur eingestellt

Wir platzieren den M1500 auf einer ebenen Arbeitsplatte und sorgen durch Justieren der Standfüße dafür, dass er in der Waage und damit wackelfrei steht. Nachdem wir die Grillfläche vor dem ersten Gebrauch wie empfohlen mit einem fusselfreien Tuch abgewischt haben, wählen wir mit dem Thermostat-Knebel die Höchststufe, die vom Hersteller mit 250°C angegeben ist. Die rote Kontrollleuchte zeigt den Betrieb an, die gelbe leuchtet während der Aufheizzeit. Nach Erreichen der Höchsttemperatur bestreichen wir die Grillfläche dünn mit Butterschmalz und legen Schweinefilet-Medaillons auf. Es zischt und brutzelt und nach wenigen Minuten verströmt ein leckerer Bratenduft. Wir wenden unsere Medaillons, nachdem sie sich leicht von der Platte lösen lassen und können schon nach wenigen Minuten köstlich geratene Fleischhäppchen genießen. Dickere Fleischstücke gibt man dann noch zum Nachziehen bei niedriger Temperatur für kurze Zeit in den Backofen.

Gegenüber der Einstellung zeigen unsere Messungen eine leicht niedrigere Temperatur. In höchster Einstellung heizt der Grill zunächst auf ca. 235°C auf, danach pendelt sich die Temperatur zwischen 210°C und 225°C ein. Diese maximale Temperatur ist zum scharfen Anbraten völlig ausreichend. Zudem bietet der Teppanyaki-Grill eine enorme Wärmekapazität. So kühlt er nur sehr langsam ab – von Höchsttemperatur auf 100°C dauert es ca. 50 Minuten. Damit wird erreicht, dass die Grillfläche so gut wie gar nicht abkühlt, wenn man kaltes Fleisch darauf platziert. Fleisch wird dann wirklich gegrillt und nicht gekocht!

Gemüse-Variationen sind so wie sie sein sollen: fein und lecker. Unter einer Garglocke (nicht im Lieferumfang) kann man sie auf der Grillplatte warmhalten
Unsere Schweinefilet-Medaillons sind gleichmäßig und mit leckeren Röstaromen auf den Punkt gegrillt
Leckere Nachspeise: Bananen bei 150°C von jeder Seite für eine Minute angrillen und dünn mit Honig bestreichen
In höchster Stufe heizt der Grill bis zu 235°C auf und pendelt sich dann zwischen 210°C und 225°C ein. Die lange Abkühlzeit zeigt, dass er die Wärme sehr gut hält

Möchte man nach dem Fleisch beispielsweise Fisch oder empfindliches Gemüse bei weit geringeren Temperaturen zubereiten, muss man geraume Zeit warten, bis sich die Platte abgekühlt hat. Hier gibt es aber einen Tipp: Einfach einige Eiswürfel auf die Grillfläche legen, dann geht’s relativ schnell. Außerdem lösen sich durch das Schmelzwasser die Röststoffe vom vorherigen Grillgut, die sich mit etwas Küchenkrepp wegwischen lassen. Ob die gewünschte Temperatur erreicht ist, lässt sich einfach herausfinden: Den Thermostat-Knebel nach rechts oder links drehen, bis die Kontrollleuchte erlischt. Auf der Skala kann man nun die Temperatur ablesen. Auch Grillgemüse lässt sich schnell und einfach zubereiten. Wir nehmen Pilze, Paprika, Frühlingszwiebeln sowie Tomaten. Die Pilze dünsten wir kurz in Butter bei 180°C an und geben nach ca. 3 Minuten die restlichen Zutaten hinzu.

Tipp: Man sollte sich auf alle Fälle einen oder zwei Edelstahl-Spachtel kaufen. Damit kann man sehr gut die Lebensmittel auf der Grillfläche bewegen und wenden

Zu guter Letzt würzen wir mit Pfeffer und Salz und löschen mit einem kleinen Schuss Weißwein ab – sehr lecker und innerhalb von ein paar Minuten fertig. Wer möchte, kann das Gemüse unter einer Garglocke warmhalten.Wie empfehlen zudem, sich einen – besser zwei – Spachtel zu kaufen, mit denen man perfekt die Lebensmittel auf der Edelstahlfläche wenden und bewegen kann. Aber nicht nur Gemüse, Fleisch und Fisch lassen sich auf dem Teppanyaki-Grill zubereiten. Auch für Beilagen oder kleine Leckereien eignet er sich bestens. Bratkartoffeln werden wunderbar kross, eine Honigbanane rundet das Abendessen ab. Formitable hat bereits einige Rezeptvorschläge in der Anleitung, in Laufe der Zeit entwickelt man schnell eigene Ideen. Wenn wir – dann allerdings auf höchstem Niveau – etwas zu kritisieren haben: Eine zweite Heizzone würde uns sehr gut gefallen.

Unkomplizierte Reinigung

Der M1500 erfordert kaum Mühe bei der Reinigung: Hier nutzt man am besten die Resttemperatur der Grillfläche (ca. 60°C). Gröbere Bratrückstände werden mit einem Spachtel abgelöst. Dann die Grillfläche leicht mit Wasser benetzen und kurz einwirken lassen. Die Bratrückstände lösen sich nach und nach ab und können bequem mit dem Spachtel in die Auffangrinne geschoben und dort mit einem Küchentuch entfernt werden. Mit einem weichen, nassen Schwamm und etwas Spülmittel nachreinigen – fertig. Sollen auch Geschmacksrückstände neutralisiert werden, kann man die Fläche mit einer halbierten Zitrone abwischen. Eventuelle Verfärbungen lassen sich mit handelsüblicher Zitronensäure entfernen.

Fazit

Der Teppanyaki-Grill Formitable M1500 ist ein extrem hochwertig verarbeiteter mobiler Grill aus Sandwich-Stahl. Das Gerät bietet alle Voraussetzungen für vielseitige Zubereitungsideen und dient aber auch dazu, Speisen – auch in Töpfen - warmzuhalten, schonend zu erwärmen oder zu kochen. Die Bedienung ist sehr einfach und in der Anleitung sehr gut verständlich erklärt. Dazu enthält sie viele Tipps und eine Reihe leckerer Rezepte. Der Temperaturbereich ist sowohl für Fisch, Fleisch, Gemüse und Süßes praxisgerecht gewählt. Überragend ist die hohe Wärmekapazität, wodurch der Grill auch bei Auflage von kalten Lebensmittel kaum abkühlt.